Nun ist es amtlich, Philippe Chevalier wird in Zukunft die Verantwortung für die Schweizer Damen-Skinationalmannschaft übernehmen. Swiss-Ski und sein Direktor Jean-Daniel Mudry haben nun die personellen Weichen für die Zukunft in den verschiedenen Wintersportdisziplinen gestellt, der Vertrag mit dem Chef der Damen Alpin wird nicht mehr verlängert.

Personalpolitik Pierens stieß auf Widerspruch:
Der 39-jährige gebürtige Adelbodener, der selber zwischen 1982 und 1993 im Schweizer Herren-Team auf Weltcup-Punktejagd ging, hatte am 17.03. 1999 die Arbeit als Damenchef aufgenommen, seinen Vertrag im Frühling 2000 in Abstimmung mit der Swiss-Ski verlängert.
Nun endet die Zusammenarbeit zum 01.04.2001, Pieren hatte eigentlich die Fortführung des Amtes für 2 weitere Jahre geplant, die Kündigung kam für den Vater von Zwillingen völlig überraschend. Als Grund gab Direktor Mudry eine unterschiedliche Auffassung bezüglich der Personalpolitik und zudem in der Wortwahl zu aggressive Briefwechsel und Schriftstücke seitens Pierens an den Verband an. Hans Pieren indes kann diese Begründungen nicht nachvollziehen.

Pieren verteidigt seine Arbeit:
In einer schriftlichen Stellungnahme listet der gefeuerte Alpinchef detailliert seine Sicht der Dinge auf. Dabei verwies er auf ein gutes Klima im Trainerstab, den Trainingsgruppen, dem Nachwuchsbereich und hoffnungsvolle Entwicklungen im Weltcup-Damenteam mit Blick auf Olympia 2002 in Salt Lake City und der Heim-WM in St. Moritz 2003. Als einziger Disziplinchef habe er überdies das Budget pflichtbewusst eingehalten, lässt der Entlassene seinem Ärger freien Lauf. Seine berufliche Zukunft ist nun ungewiss.

Philippe Chevalier ist Nachfolger:
Philippe Chavalier ist kein Unbekannter im Schweizer Skisport. Der 53-jährige aus Saanen war seit 13 Jahren in der Trainerausbildung beim Schweizer Skiverband tätig. In der Zeit von 1976 - 1988 trainierte er die Weltcup-Damenmannschaft der Schweiz, dies in einer Phase, in der die Eidgenössinen ihre größten Erfolge einfuhren.