Die Weltcup-Saison neigt sich ihrem Ende entgegen, die Damen befinden sich derzeit in der Schweiz. Dort soll das letzte Speedwochenende vor den Weltcup-Finals im schwedischen Åre absolvieren werden. Der Kampf um die wertvollen Weltcup-Punkte mit Blick auf die Vergabe der Kristallkugeln gerät allerdings auch immer mehr zum Kampf mit den Naturgewalten.

Heftige Schneefälle im Kanton Graubünden:
Seit nunmehr 48 Stunden schneit es in den Schweizer Alpen unaufhörlich. Das Freitagstraining auf der FIS Scalottas Abfahrt musste den Schneemassen schon geopfert werden. Zwar sind bessere Bedingungen und kälteres Wetter für die nächsten zwei Tage vorhergesagt worden, doch dürfte es für die Organisatoren um Kurssetzer Jan Tischhauser mit erheblichem Aufwand verbunden sein, die Piste für die Abfahrt (Samstag 11.00 Uhr) ausreichend zu präparieren.

Pechvogel Janica Kostelic:
Der Schnee von Graubünden hat zumindest Janica Kostelic, die Führende des Gesamt-Weltcups, für die bevorstehende Abfahrt vorzeitig außer Gefecht gesetzt. Die 19-jährige aus Zagreb hatte sich bereits vor dem ersten Abfahrtstraining am Daumen verletzt, konnte wegen eines Verbandes die Skistöcke nicht mehr halten und verzichtete somit auf den Trainingslauf. Da nun kein Training mehr vor der Abfahrt durchgeführt werden kann, das Reglement der FIS aber zwingend die Teilnahme an mindestens einem Training zur Bedingung für die Startberechtigung macht, hat die Kroatin nun keinerlei Chance bei der Abfahrt auf Punktejagd zu gehen. Für Renate Götschl (AUT) bietet sich daher die Gelegenheit, den 117 Punkte betragenden Rückstand in der Gesamtwertung mit einem Sieg entsprechend auf 17 Punkte zu reduzieren.