Einen Tag nach seinem sensationellen Triumph beim 7. Weltcup-Slalom der Herren im japanischen Shiga Kogen gewann der Franzose Pierrick Bourgeat auch den 8. Weltcup-Slalom der laufenden Saison. Bourgeat bewältigte die beiden Durchgänge in der Gesamtzeit von 1.48.00 Min. und verwies erneut Heinz Schilchegger aus Österreich (1.48.15 Min.) auf den zweiten Platz. Rang 3 sicherte sich der Slowene Jure Kosir (1.48.59 Min.) vor dem Slalom-Weltmeister Mario Matt aus Österreich.

Ich liebe Japan:
Einen Weltcup-Slalom hatte der 24-jährige Franzose aus Uriage bislang für sich entscheiden können, vor gut zwei Jahren hatte er in Park City (USA) die Nase vorn. Nun sicherte sich Pierrick Bourgeat mit seinem Doppelschlag im Land der aufgehenden Sonne gleich 200 Weltcup-Punkte binnen zweier Tage und steht nach einer verlorenen Saison im letzten Jahr, als er verletzungsbedingt passen musste, plötzlich im Rampenlicht der Slalomwelt. „Ich bin selbst überrascht, aber ich habe hart trainiert und eines steht fest, ich liebe Japan“, meinte ein überglücklicher Bourgeat nach seinem Megawochenende am Mount Yakebitan.

Markus Eberle ausgeschieden:
So richtig hat sich für Markus Eberle aus dem Kleinwalsertal der Trip nach Nippon nicht gelohnt. Im ersten Slalom fuhr der DSV-Slalomspezialist auf einen respektablen 14. Platz. Doch sein erklärtes Ziel waren eigentlich Ergebnisse unter den Top-Ten, Platzierungen, die durchaus im Bereich seines Leistungsvermögens sind. Jedoch schaffte es Eberele, der mittlerweile aus der ersten Startgruppe geflogen ist, nicht, die „Handbremse“ zu lösen und den Ski richtig laufen zu lassen. Im zweiten Durchgang des heutigen Slaloms riskierte er dann endlich einmal mehr, wurde für seinen Mut zum Risiko aber nicht belohnt und schied aus. Das allerdings ist beim Slalom der ewige Poker, den man eingehen muss, wenn man auch einmal auf dem Treppchen landen will.

Rennen um Kristallkugel offen:
Am Ende wird in Are (Schweden) ein Österreicher die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Weltcup-Slalomwertung gen Himmel recken, soviel steht nach dem Wochenende in Japan schon fest. Nur Heinz Schilchegger (385 Punkte) kann mit einem Topergebnis seinen Landsmann Benjamin Raich (445 Punkte), der im zweiten Japan-Slalom Sechster wurde, noch vom Slalom-Thron verdrängen. Auch wenn in Are beide Alpen-Boys patzen, geht der Slalom-Titel nach Austria. Nordmann Hans-Petter Buraas liegt mit 340 Punkten bereits mehr als 100 Punkte hinter dem Blitz aus Pitz zurück und kann Raich nicht mehr einholen.