Der zweite Weltcup Super-G der Damen an diesem Wochenende auf der legendären Kandahar-Abfahrt fiel am heutigen Samstag den schlechten Witterungsbedingungen zum Opfer. Schnee am Start, Regen im Ziel und dichter Nebel im mittleren Teil der Strecke ließen dem FIS-Renndirektor Kurt Hoch keine andere Wahl, als das Rennen zu streichen. „Ein faires Rennen ist nicht möglich. Die Helfer und die Organisatoren arbeiten zwar vorbildlich, der Neuschnee wird umgehend aus der Piste geräumt, aber die Sichtbedingungen lassen einen Start nicht zu.“

DSV-Mädels brennen auf Wiedergutmachung:
Aus deutscher Sicht sollte es der Tag der Wiedergutmachung werden. Zumindest Petra Haltmayr, Hilde Gerg und Kombinations-Weltmeisterin Martina Ertl konnten mit dem individuellen Abschneiden beim gestrigen Super-G auf der schwierigen Kandahar-Piste von Garmisch-Partenkirchen wohl kaum zufrieden sein. Wer eine Martina Ertl kennt, weiß, dass die 27-jährige Lenggrieserin beim Heimrennen in Garmisch keinerlei gesteigerte Lust verspürt, mit mehr als 3 Sekunden Rückstand als 37. das Ziel zu durchfahren. „Schlechter kann es ja gar nicht mehr laufen. Ich hätte nach dem dicken Fahrfehler auch abschwingen können. Das Rennen war nach dem Eishang für mich gelaufen. Daher möchte ich schnell eine Gelegenheit bekommen, es besser zu machen“, sehnt Martina das nächste Rennen herbei.

Die Sonntagsfrage - Super-G oder Slalom:
Für den morgigen Sonntag stehen nun mehrere Optionen an. Geplant war die Abwicklung eines Slaloms, ungern möchte man den zweiten Super-G opfern, die Wetterprognosen sprechen aber gegen den Super-G (wegen angekündigten Nebels in Alpen-Mittellagen). Dazu kommen unterschiedliche taktische Sichtweisen der einzelnen Nationen. Auch beide Strecken könnten vorbereitet werden. Schaun mer mal.