Die Damen haben am heutigen Freitag die alpine Weltmeisterschaft in St. Anton mit der Austragung des Riesenslaloms beendet. Die Schweizerin Sonja Nef behauptete ihre Führung aus dem 1. Durchgang und sicherte sich in 2.19.01 Min. ihren ersten Weltmeistertitel. Karen Putzer aus Italien durfte sich über ihre zweite Medaille freuen. Nach dem Gewinn von Kombinations-Bronze reichte es nun sogar zu Silber. Am Ende musste sich Putzer um 1,1 Sekunden geschlagen geben. Auch für Anja Paerson gab es erneut Edelmetall. In der Zeit von 2.20.52 Min. sicherte sich die neue Slalom-Weltmeisterin nun die Bronzemedaille.

Nef ist die richtige Weltmeisterin:
Die „Fang-Strecke“ gilt als extrem anspruchsvoller Riesenslalom-Hang, die Bedingungen waren für die Läuferinnen wegen des Schneefalls und der schlechten Sicht nicht gut. Dennoch hat sich die 28-jährige Schweizerin aus Grub durchgesetzt. In der Weltcup-Wertung dieser Disziplin ist ihr die Kristallkugel für den Gesamtsieg bereits jetzt schon nicht mehr zu nehmen. Sonja Nef ist eine würdige, die richtige Weltmeisterin im Riesenslalom.

Haben die Österreicherinnen falsch besichtigt?
Erst erwischte es Alexandra Meissnitzer (10. nach dem 1. Durchgang), dann schied auch Renate Götschl, die auf dem vierten Platz lag, an der selben Stelle aus. Beide Top-Fahrerinnen verpassten ein stark „hängendes Tor“ und schossen aus der Piste. Damit blieb Österreich im Riesenslalom ohne Medaille. Auch die einzige Deutsche im Finale scheiterte am selektiven Kurs. Petra Haltmayr konnte ebenfalls die Linie nicht halten und driftete am Tor vorbei.

Martina Ertl vorzeitig ausgeschieden:
Für die Kombinationsweltmeisterin gab es im Riesenslalom nichts mehr zu holen. Der Traum von einer weiteren WM-Medaille zerplatzte bereits im 1. Lauf an der anspruchsvollen Fang-Strecke. Kurz nach dem Start fädelte die Lenggrieserin spektakulär mit dem Innenski ein, dieser löste sich und die 27-jährige fand sich neben der Piste wieder. Dennoch verlässt die Deutsche St. Anton mit „...einem Lächeln auf den Lippen.“

Schneefall verzögerte den Finallauf:
„Alle Helfer auf die Strecke, Schneeschaufeln was das Zeug hält.“ Renndirektor Kurt Hoch schnappte sich spontan selber eine Schaufel und packte an. Starker Schneefall machte aus der Riesenslalom-Strecke eine Hügellandschaft. Die vielen Freiwilligen sind in den vergangenen WM-Tagen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gegangen. Bereits im 1. Durchgang hatte es von einigen Athletinnen Kritik am Zustand der Strecke gehagelt.