Der WM-Riesenslalom der Herren von St. Anton entwickelt sich zum Krimi. Nach dem 1. Durchgang führt der norwegische Kombinations-Weltmeister Kjetil Andre Aamodt (1.10.58 Min.) vor dem Österreicher Christoph Gruber (1.10.79 Min.) und dem Italiener Alessandro Roberto (1.10.91 Min.). Die drei Führenden werden von Michael von Grüningen (SUI) und Hermann Maier (AUT) gejagt. Die beiden dominierenden Fahrer der bisherigen Weltcup-Riesenslalomläufe (jeder hat drei Sieg errungen) liegen zeitgleich mit 1.10.94 Min. auf dem 4. Rang. Die ersten 10 Fahrer befinden sich innerhalb einer Sekunde. Der Final-Durchgang startet um 13.00 Uhr. Dort treten nur noch die besten 30 Fahrer des 1. Durchgangs auf der anspruchsvollen „Fangstrecke“ an.

Florian Eckert mit guter Darbietung:
Der frisch gebackene Bronzemedaillen-Gewinner der WM Abfahrt konnte auch im Riesenslalom eine ansprechende Leistung zeigen. Der 22-jährige Tölzer, der mit der Startnummer 36 ins Rennen gegangen war, liegt nach dem 1. Durchgang auf dem 23. Platz. „Ich bin zeitig ins Bett gegangen, jedoch hat es mich auf der Piste ganz schön durchgeschüttelt,“ sagte der Shootingstar des DSV-Teams nach seinem Lauf. Eckert hat genau 2,2 Sekunden Rückstand auf den Norweger Aamodt.

Ordentliche Bedingungen:
Viel wurde im Vorfeld über die Beschaffenheit der Piste diskutiert, jedoch hielt die Strecke am Arlberg. Die Organisatoren hatten den Schnee mit chemischen Zusätzen bearbeitet, um der Piste Feuchtigkeit zu entziehen. Dadurch kam mehr Härte in den Grund der Fahrrinne.

WM bleibt Publikumsmagnet:
Schon am frühen Donnerstag um 10 Uhr war das Skistadion „prall“ gefüllt mit Menschen. St. Anton steht eindeutig im Licht der Öffentlichkeit. Als Austragungsort der alpinen Ski-Weltmeisterschaften gefällt der Tiroler Ort am Arlberg und erhält zurecht die volle Aufmerksamkeit der Wintersport-Fans. Über 20.000 Zuschauer machten aus dem 1. Durchgang des WM-Riesenslaloms erneut ein Happening.