Christine Sponring wurde am 22. Juni 1983 im österreichischen Schwaz geboren und trat dem dortigen WSV-Weerberg bei. Bereits in der Saison 1999/2000 konnte sie bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften drei Goldmedaillen (Abfahrt, Super-G und Riesenslalom) mit nach Hause nehmen und sich als hervorragende jugendliche Athletin hervortun.

Welcup-Debüt für 'Sponi'
Dieses stellte sie auch bei der Junioren-WM in Mont Ste. Anne 2000 unter Beweis. Dort wurde die 167 cm große Sponring Dritte der Abfahrt und holte sich die Bronzemedaille. Ihren ersten Start im Weltcup hatte 'Sponi' dann im Dezember 2000, nachdem sie zu Beginn er Saison gleich zwei FIS-Rennen gewan und auch im Europacup starke
Leistungen zeigte. Bei ihrem zweiten Rennen in Sestriere gelang es ihr dann auch gleich, sich unter die besten 30 Slalom-Fahrerinnen zu schieben. Sie wurde 22. und konnte ausgelassen ihre ersten Punkte bejubeln.

Kombinations-Silber in St. Anton
Kurz darauf konnte Christine ihre Top-Form im Stangenwald erneut unter Beweis stellen, und das gleich zwei Mal. Zunächst beim Weltcup in Flachau, als sie, immer noch 17 Jahre jung, sich einen neunen Rang erkämpfte und einen fantastischen zweiten Lauf hinlegte. Kurz darauf war der Europacup in Elbigenhalb angesetzt, den 'Sponi' gewinnen konnte und einen ersten Top-Erfolg verbuchte. Doch als sei ihr das noch nicht genug, holte sich die junge Österreicherin bei der Ski-WM in St. Anton doch tatsächlich die Silbermedaille in der Kombination. Was für ein Erfolg für die so unerfahrene Sponring, die schon im Jugendalter ihr Ski-Talent zeigen konnte und sich ohne Frage mit den Besten der Welt messen kann.

Erfolgserie reisst nicht ab
Es war eine Traumsaison, die in den Jahren 2000 bis 2001. Nach Kombinations-Silber folgte der Gewinn des Junioren-Weltmeistertitels, ein weiterer Sieg im Europacup in Rogla (Slalom), Sieg bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften und bei den Landesmeiserschaften (Abfahrt/Super G). Erfolf hatte einen Namen: Christine Sponring! Und auch zu Beginn des Winters 2001/2002 schien Sponring die Überfliegerin zu werden, als sie beim Slalom in Copper Mountain (USA) Zweite hinter Laure Pequegnot wurde und sich die erste Podestplatzierung im Weltcup holte.
Doch dann hatte sie das Glück verlassen, sie schied häufig aus, im Weltcup, bei den Olympischen Spielen in Nagano und auch zwei Mal bei der Junioren-WM. Ein neunter Platz zum Ende der Saison beim Weltcup in Altenmarkt gab ihr wenigstens noch ein Erfolgserlebnis.

Jugendliche Unbeschwertheit wich Erfolgsdruck
Auch im WM-Winter 2002/2003 konte Sponring die durch die frühen Erfolge entstandenen hohen Erwartungen nicht erfüllen. Sie mußte sich mit vielen Ausfällen auseinandersetzen, konnte im Weltcup nicht überzeugen. Ein Trost, dass ihr bei der WM in St. Moritz ein guter Lauf in der Abfahrt gelang und sie Achte in der Abfahrt wurde, doch eigentlich war ja der Slalom ihre stärkere Disziplin.
Der Winter 2003/2004 verlief auch sehr schlecht für Sponring, diesmal jedoch nicht aus sportlicher Sicht. Sie wurde 12. in Park City, Siebte in Madonna, doch dann verletzte sie sich bei der Spezialabfahrt in St. Moritz schwer und musste die Saison vorzeitig beenden.

Comeback im Weltcup 2006
Die schweren Verletzungen warfen die Österreicherin weit zurück. Nach einem Jahr Rennpause trat Christine Sponring zunächst erst wieder in FIS-Rennen an. Anschließend tastete sie sich über zwei Jahre lang im Europacup vor zu ihrem Comeback im Weltcup. Dieses feierte Christine Sponring im November 2006 im finnischen Levi und belegte dabei einen sehr guten 17. Rang. Während ihr im ersten Teil des Winters noch nicht immer eine Zielankunft gelang, startete sie in der zweiten Hälfte richtig durch. Mit zwei dritten Plätzen in den beiden Super-Gs von San Sicario meldete sich die Österreicherin zurück in der Weltspitze. Darüber hinaus brachten ihr die Podiumsplätze auch die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Are ein, bei der sie im Super-G auf den 16. Rang fahren konnte.

Steckbrief:
Geboren: 22.06.1983
Nation: Österreich
Heimatverein: WSV Weerberg/Tirol
Größe: 167 cm
Gewicht: 62 kg
Hobbies: Tennis, Schwimmen, Fußball, Singen, Sticken,
Rodeln

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der Österreicherin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): SG (16)
2003 in St. Moritz (SUI): DH (8)
2001 in St. Anton (AUT): K (2), SL (12)

Weltcup:
3. Platz im Super-G in San Sicario (ITA) 2007
3. Platz im Super-G in San Sicario (ITA) 2007
2. Platz im Slalom in Copper Mountain (USA) 2001
Weltcup-Disziplinen-19. im Slalom 2002
Drei Podestplatzierung, insgesamt sechs Top Ten Plätze