Wie Phoenix aus der Asche stieg Maier aus dem Tiefschnee der olympischen Abfahrtsstrecke von Nagano und gewann zweimal Gold. Seitdem wandelt er unbeirrt auf den Spuren der größten Skifahrer aller Zeiten und jagt deren Sieg-Rekorde.

Auf den Spuren von Stenmark und Co.
In seinem 100. Rennen fuhr er in Val d´Isere diese Saison seinen 33. Weltcup-Sieg ein. Mit einer Siegquote von 33 Prozent hat er damit den Rekord des grandiosen Schweden Stenmark gebrochen. Der schaffte es nur auf eine Quote von 32,2 Prozent. Nun gilt es auch noch die Heroen der 80er und 90er Jahre zu überflügeln. Tomba mit 50 Siegen, Girardelli mit 46 und Zurbriggen mit 40 Siegen liegen durchaus in Reichweite des Perfektionisten Maier, dem zugetraut wird, dass er auf jeder Strecke der Welt gewinnen kann.

Auf dem Weg zur Unsterblichkeit:
Maier hat schließlich diesen unbändigen Siegeswillen, der ihm bei jedem Start ins Gesicht geschrieben steht. Zur Unsterblichkeit fehlen ihm nicht mehr viele Siege, vielleicht das Abfahrtsgold in St.Anton. Schließlich hat es vor ihm nur ein Österreicher, Toni Sailer, geschafft, den WM-Titel in der Abfahrt zu verteidigen. „In diesem Jahr zählt nur dieser Sieg.“ Maier setzt seine Prioritäten. Bei Weltcup-Rennen dagegen teste er nur das Material und seine Fähigkeiten auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Lebende Mythen haben Bescheidenheit nicht nötig.