Sensation bei der WM in St. Anton. Die Goldmedaille in der Kombination der Damen geht an Martina Ertl aus Deutschland. Mit einem fehlerfreien Lauf im Slalom-Final-Durchgang schob sich die 27-jährige Lenggrieserin noch vom dritten auf ersten Platz vor. Am Ende der Abfahrt und beider Slalomläufe gewann die DSV-Athletin in der Gesamtzeit von 2.55.65 Min. vor der Österreicherin Christine Sponring (2.58.23 Min.) und der Italienerin Karen Putzer (2.58.69 Min.).

Ein deutsches Märchen:
Ertl gelang insbesondere im Finallauf ein Traumtanz durch den Parcours. Nie hatte man das Gefühl, dass die gerade von einer Knieverletzung genesene Deutsche einfädeln und ausscheiden könnte. „Ich genieße das alles so sehr jetzt. Ein Märchen wird war. Ich danke allen Leuten, die mich unterstützt haben nach meiner Verletzung und natürlich danke ich meinen Trainern.“

Petra Haltmayr beachtlich:
Auch Petra Haltmayr aus Rettenberg lieferte ein tolles Rennen ab. Der 5. Platz in der Endabrechnung lässt die Durststrecke, die die Weltcup-Abfahrtssiegerin von Lake Louise in den letzten Monaten durchlebte, vergessen. In 2.59.79 Min. beendete Haltmayr den Wettbewerb und schrammte sogar nur knapp an einer Medaille vorbei.

Götschl, Lalive und Kostelic patzten:
Die drei großen Konkurrentinnen von Martina Ertl im Kampf um Edelmetall patzten der Reihe nach. Schon im 1. Slalom-Durchgang flog die führende Kroatin Janica Kostelic überraschend aus dem Slalom. Götschl und Lalive hielten dem Druck dann im großen Finale nicht stand. Beide scheiterten am selektiven Steilhang St. Antons. Pech für Renate: Ausgerechnet Götschls Trainer Matthias Berthold hatte den 50 Tore umfassenden 2. Lauf ausgeflaggt.

Flutlicht-Slalom ein tolles Spektakel:
Unzählige Flutlichtmasten sorgten für den nötigen Durchblick. Die hervorragend präparierte Piste war hell erleuchtet und erstrahlte weithin sichtbar in die zusehens verschneite Tiroler Nacht.

Megaparty an der Sonnenwiese:
Die Fans haben sich für das Super-Wochenende der Ski-WM in St. Anton bereits in Stimmung gebracht. Tausende säumten den Slalomhang und feierten die Fahrerinnen und sich selbst. Am Samstag wird das Abfahrtsrennen der Herren über die Bühne gehen und am Sonntag kämpfen die Damen ums Abfahrts-Gold. Dann dürfte der Arlberg beben.