Am heutigen Dienstag greifen die Herren erstmals aktiv in das WM-Geschehen ein. Ab 12.00 Uhr kämpfen die besten Skifahrer der Welt im österreichischen St. Anton um die Super-G Goldmedaille Dabei gibt es gleich zwei Titelverteidiger: Hermann Maier, der Super-Star der Alpenrepublik, und Lasse Kjus, der begnadete Fahrer aus Norwegen, hatten sich vor zwei Jahren in Vail / USA den Titel teilen müssen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einer der beiden erneut als Titelinhaber aus dem anstehenden Rennen hervorgehen wird.

Ski-Idol Karl Schranz bürgt für anspruchsvolle Strecke:
Auf die „Herren der Schöpfung“ wartet auf dem Weg zu Edelmetall ein echter Höllenritt. Österreichs Ski-Idol und OK-Direktor Karl Schranz (Weltcup-Gesamtsieger 1969) verbürgt sich auf der nach ihm benannten Strecke persönlich für die Weltmeisterschaftstauglichkeit des Parcours. Der Super-G der Herren besteht quasi aus den unteren zwei Dritteln der Herren-Abfahrtstrecke. Start ist in einer Höhe von 1960 Metern. Die „Karl Schranz“ vereint alte Streckenteile und neuhinzugefügte Abschnitte. Nach Gampenschuss und Gampeneck folgt der neue und augenscheinlich schwierigste Teil mit Labyrinth und Waldschneise. Doch die Piste lässt den Sportlern keine Verschnaufpause: es schließt sich der „Eisfall“ an, ein Gefälle mit 67 % Neigungswinkel!

Max Rauffer eröffnet das Rennen:
Der DSV-Rennläufer Max Rauffer erwischte bei der Auslosung die Start-Nummer eins und eröffnet damit die Ski-WM aus Sicht der Herren. Dabei dürfte das letzte Renn-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen für reichlich Aufschwung im deutschen Speed-Disziplinen-Lager gesorgt haben. Die Erfolge von Max Rauffer (12. Platz im Super-G) und Stefan Stankalla (5. Platz im Super-G), der mit Startnummer 18 ins Rennen geht, lassen aus deutscher Sicht Spielraum für Träumereien zu.

ÖSV-Fahrer in der Favoriten-Rolle:
Allerdings wird bei der Medaillen-Vergabe der Weg über die Fahrer des Gastgeberlandes führen. Drei Österreicher liegen in der Weltcup-Disiplin-Wertung des Super-G auf den ersten Plätzen. Hermann Maier aus Flachau, Christoph Gruber und Josef Strobl sind nach den gezeigten Leistungen der laufenden Weltcup-Saison die Favoriten für einen Medaillen-Gewinn. Auch der Norweger Lasse Kjus muss als Titelverteidiger zum Favoritenkreis gezählt werden.