„Alle haben ihre Hausaufgaben erfüllt“ fasste der ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel den Stand der Dinge beim WM-Pressetermin am 12. Dezember 2000 zusammen.

Massive Umgestaltungen:
Was der ÖSV-Präsident so salopp mit einen Satz ausdrückte, ist in Wirklichkeit die Umgestaltung eines ganzen Wintersportortes gewesen. Die Gemeinde St. Anton, die Arlberger Bergbahnen, das Land Tirol und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Stadt zur Alpinen Weltmeisterschaft 2001 in Topform zu präsentieren.

Bahnverlegung:
Viel Freiraum wurde im Ortskern durch die Verlegung der Bahnstrecke an den Südrand geschaffen. Die umfangreichen Bauarbeiten kosteten insgesamt 2,1 Milliarden Schilling (ca. 300 Millionen DM), von denen die ÖBB 80 Millionen Schilling übernahm. Der neue Bahnhof wird durch den Shuttle-Betrieb während der WM sofort auf eine harte Probe gestellt werden: „Niemand braucht mit dem Auto nach St. Anton zu fahren, weil die Züge und Busse pausenlos verkehren und das Zielstadion in wenigen Minuten erreichbar ist“, verspricht Karl Schranz, der internationale Medienvertreter und Direktor des WM-Organisationskomitees. Das wird auch nötig sein, denn die Organisatoren der Rennen erwarten insgesamt mindestens 100.000 Zuschauer, eventuell sogar 40.000 bei jedem der 12 Wettbewerbe!

Pistenverbesserungen:
Auch auf den Pisten hat sich einiges getan: die Kandahar-Bahn wurde abgebaut, um mehr Raum für andere Pisten wie zum Beispiel die „Gertrud Gabl“-Strecke zu schaffen. Diese verfügt nun über vier weitere Kurven. Die Kandahar-Standseilbahn im Zentrum St. Antons wird durch die Fang-Bahn und die moderne 50-Gondel Seilbahn im Ortsteil Nasserein ersetzt, die mit einer Kapazität von 2.600 Personen pro Stunde Skifahrer auf den Gampen befördert. Auswirkungen hat das auch auf die Damenabfahrt auf der „Gertrud Gabl“, deren Start um 20 Meter nach unten, in einen windgeschützteren Bereich verlegt wurde.

Zusätzliche Parkplätze:
Die Innenstadt St. Antons ist auch entlastet worden, da die Innenstadtparkmöglichkeiten nun durch einen großen Parkplatz nahe der Talstation ergänzt werden. Eine erste wichtige Bestätigung hat die Stadtverwaltung durch das FIS-Komitee schon bekommen. Bei der Inspektion im Oktober 2000 zeigte sich FIS-Präsident Gian-Franco Kasper sehr zufrieden mit den baulichen Veränderungen und den umfassenden Sicherheitsvorkehrungen. Alle sind sich einig, dass es in Zusammenarbeit mit der FIS und dem ORF gelingen wird, “Weltmeisterschaften zu veranstalten, die neue Maßstäbe setzen“.