Regine Cavagnoud aus Frankreich gewann die erste Goldmedaille der Ski-WM 2001 in St. Anton. Im Super-G Rennen der Damen siegte die 30-jährige in der Zeit von 1.23.44 Min. Die Führende der Weltcup-Super G Wertung dominierte in ihrer Spezialdiziplin. Platz 2 ging an die Italienerin Isolde Kostner, die in 1.23.49 Min. ins Ziel der „Gertrud Gabl-Strecke“ kam. Hilde Gerg aus Deutschland belegte völlig überraschend den dritten Platz. Sie benötigte 1.23.52 Min. für die 1752 Meter lange Piste.

Kann das kaum einordnen:
„Ich kann das kaum einordnen“, suchte die 25-jährige aus Lenggries im Zielraum fassungslos nach Worten. „Schon beim Einfahren habe ich mich gut gefühlt. Dann konnte ich mich auch im Rennen überwinden. Ich habe viel und hart trainiert. Es war verdammt schwer nach dem Beinbruch vor einem Jahr wieder den Anschluss an die Weltspitze zu finden.“ Ich grüße meinen Freund, eh meinen Mann“, vergaß die DSV-Fahrerin glatt, dass sie erst kürzlich geheiratet hat.

Petra Haltmayr beachtlich:
Auch Petra Haltmayr aus Rettenberg zeigte sich im WM-Lauf von ihrer guten Seite. In 1.24.09 Min. konnte die 25-jährige Siegerin der Weltcup-Abfahrt von Lake Louise im November des vergangenen Jahres an die damalige Form wieder anknüpfen. Sie wurde dafür mit Platz 11 belohnt. „Jetzt ist der Spaß am Skifahren wieder da. Hildes toller Lauf tut dem ganzen Team gut."

Sibylle Brauner mit Fehlern im unteren Abschnitt:
Sibylle Brauner (Aising-Pang) erwischte im oberen Gleitstück einen super Start in das Rennen. Jedoch warfen die 25-jährige einige kleinere Fehler im technischen Teil der Strecke zurück. Am Ende stand der 17. Platz mit der Zeit von 1.24.72 Min.

ÖSV-Damen hielten dem Druck nicht stand:
Ex-Weltmeisterin Alexandra Meissnitzer musste sich als 8. in der Zeit von 1.23.83 Min. geschlagen geben. Sie war damit die schnellste Läuferin des Gastgeberlandes Österreich. Renate Götschl flog nach Zwischenbestzeit mit hoher Geschwindigkeit in die Fangzäune der WM-Strecke. Michaela Dorfmeister, Tanja Schneider und Brigitte Obermoser enttäuschten.

Oberes Drittel der Strecke extrem flach:
Der obere Abschnitt der Super-G Strecke „Gertrud Gabl“ erwies sich wahrlich nicht als skifahrerische Herausforderung für die WM-Teilnehmerinnen. Dennoch brauchte es gerade dort das Feingefühl der Athletin und den schnellen Gleitski des Servicemanns. Das Material stimmte bei allen drei DSV-Starterinnen. In der ersten Zwischenzeit war Sibylle Brauner gar bei den schnellste Athletinnen.

Bilderbuchwetter in St. Anton:
Der Wettergott muss ein Skifan sein. Blauer Himmel und Sonnenschein begleiteten die Damen bei ihrem Weltmeisterschafts-Super-G. Optimale äußere Bedingungen ließen keinen Zweifel aufkommen. Die Piste hielt und somit gewannen am Ende die besten Fahrerinnen. Die Organisatoren hatten alles im Griff. Endlich einmal wieder ein Rennen ohne Nebel, Schnee, Regen oder Wind.