Ski2b: Du hast die Streif mit Platz 39 heil überstanden. Zuvor musstest Du zwei Stürze in den Trainingsläufen verkraften. Bist Du trotzdem ein wenig stolz?
Max: Stolz bin ich nicht unbedingt, denn ich hätte mir natürlich mehr erwartet. Aber nach 6 Wochen Verletzungspause und so einem unglücklichen Verlauf dieser Abfahrtswoche bin ich froh, dass ich Kitzbühel fast heil überstanden habe. Jetzt liege ich auch noch mit einer Grippe im Bett.

Ski2b: Abfahrer gelten als ziemlich mutige und harte Typen. Sie genießen hohen Respekt bei den Kollegen im Skizirkus. Gesteht man sich dennoch selbst so etwas wie Angst ein, wenn man am Starthäuschen der Streif steht?
Max: In Kitzbühel kostet es schon besonders viel Überwindung, wenn man im Starthaus steht und auf den Start wartet, aber Angst darfst du da keine haben.

Ski2b: Haben Dich die negativen Aussprüche des Stadionsprechers an der Streif nach dem Training geärgert?
Max: Was hat der Stadionsprecher gesagt? Ich habe nichts mitbekommen, denn ich war zu sehr auf mich konzentriert.

Ski2b: Wäre Wengen nach Deiner Verletzung vielleicht ein besserer Einstieg für Dich gewesen?
Max: Ja, in Wengen wäre der Einstieg für mich leichter gewesen, da ich die Lauberhorn-Abfahrt lieber mag und sie nicht ganz so schwer ist.

Ski2b: Du warst auf dem Weg nach oben (Platz 8 in Lake Louise/Kanada). Dann kam die Verletzung im Training zur Abfahrt von Beaver Creek. Ist das Rennläufer-Alltag oder ein schwerer Rückschlag im Leben eines Sportlers?
Max: Das war schon ein großer Rückschlag. Ich hatte sehr gut trainiert, war in bester körperlicher Verfassung und hatte einen super Einstieg in die Saison. Dann eine Verletzung ohne einen Sturz und eigenes Verschulden. Das war fast unglaublich, ich war sehr traurig.

Ski2b: Was bringt die Zukunft? Was bringt die WM in St. Anton?
Max: Es liegt noch sehr viel Arbeit vor mir, um wieder in die Form zu kommen, die ich schon hatte. Dann sind auch wieder gute Platzierungen drin.

Ski2b: Ihr habt im Anschluss an das abgesagte Rennen von Wengen auf Einladung der Schweizer mit Ihnen am Lauberhorn trainiert. Rückt man in Anbetracht der ÖSV-Übermacht enger zusammen oder war das ein netter Zufall
Max: Mit den Schweizern besteht schon seit Jahren ein sehr gutes Verhältnis und es war nicht das erste Mal, dass wir zusammen trainiert haben.

Ski2b: Wie schätzt Du die Chancen für das Heimspiel auf der Kandahar in Garmisch ein?
Max: Die Abfahrt von Garmisch liegt mir sehr gut, da war ich schon einmal Achter. Ich hoffe, es kommen sehr viele Leute, die uns anfeuern und die Daumen drücken.

Ski2b: Viel Glück für Garmisch und die WM in St. Anton!
Max: Danke!