5 Tage vor der Eröffnungsveranstaltung der Ski-WM in St. Anton (Österreich) ist Deutschlands derzeit erfolgreichte Skiläuferin wieder zurück auf der Piste. Martina Ertl hat knapp 4 Wochen nach ihrer schweren Knieverletzung (Teileinriss am Innenband des rechten Knies und Haarriss im Schienbeinkopf) das "Schneetraining" aufgenommen.

Training am WM Riesenslalom-Hang:
Die 27-jährige Lenggrieserin nutzte die Einladung des ÖSV-Damenteams, um in St. Anton direkt am Riesenslalom-Hang ihre ersten Schwünge im neuen Jahr zu absolvieren.

Knallharte Piste:
Gut 15 Zentimeter Neuschnee waren zwar noch in der vergagngen Nacht gefallen. Doch das österreichische Bundesheer hatte die Piste für das morgentliche Training optimal präpariert. Auf der nun beinhart gefrorenen Piste unterzog Martina ihr Knie einer ersten Belastungsprobe.

Das Knie hält:
Das ist das positive Fazit der 1. Trainingseinheit in St. Anton. Überraschend gut kam die Siegerin des Weltcup-Auftakts von Sölden (Oktober 2000) mit der Belastungsprobe zurecht. Die vormals Führende der Weltcup-Gesamtwertung (bis zum Sturz am Semmering Ende Dezember) fuhr zur eigenen Sicherheit allerdings mit einer Spezialschiene am frischverheilten Knie. Natürlich fehlte es noch etwas am Fahrgefühl, aber im DSV-Lager atmete man nach dem gelungenen Test hörbar auf.

Rehabilitation war erfolgreich:
Die professionelle ärztliche Betreuung durch Dr. Ernst-Otto Münch in München und das anschließende Aufbau-und Reha-Programm im Medicalpark St. Hubertus von Bad Wiessee haben dieses Blitz-Comeback erst möglich gemacht.

Wettlauf mit der Zeit:
Für Martina Ertl beginnt nun der Wettlauf mit der Zeit.
Bis zum WM Slalom von St. Anton am 07.02. muss die Form wieder stimmen. Am 09.02. folgt dann das Rennen im Riesenslalom. Die Speed-Disziplinen kommen für Martina Ertl jedoch bei der WM nicht mehr in Frage.