Der 6. Super-G der Damen in der laufenden Weltcup-Saison geht an Regine Cavagnoud. Im italienischen Cortina d`Ampezzo gelang der 30-jährigen Französin bei optimalen äußeren Bedingungen auf der anspruchsvollen Tofana-Strecke in der Zeit von 1.26.85 Min. der beste Lauf. Die Führende der Super-G Weltcup Wertung untermauerte mit ihrem Sieg den Anspruch auf den gewinn der Super-G Kristallkugel.
Melanie Turgeon (Kanada)fuhr in 1.27.10 Min. auf Platz 2. Renate Götschl gelang in 1.27.17 Min. ebenfalls der Sprung auf das Siegertreppchen.

Götschl übernimmt erneut Weltcup Führung:
Der dritte Platz im Super-G bescherte Renate Götschl erneut die Führung im Gesamt-Weltcup. Die Speedqueen aus der Steiermark löst nun mit 952 Punkten die Kroatin Janica Kostelic (936 Punkte) ab.

DSV-Quartett am Start:
Beste Deutsche wurde erneut Hilde Gerg aus Lenggries. Allerdings reichte es wieder nicht zu einer Top-Ten Plazierung. Mit 1.28.17 Min. wurde Gerg im letzten Super-G vor der WM in St. Anton 15.
Sibylle Brauner (Aising Pang) hatte mit dem stark welligen Kurs Probleme, fuhr mit zu unruhigem Oberkörper und benötigte 1.28.47 Min. die Strecke. Immerhin sprangen am Ende 11 Weltcup-Punkte für Platz 20 heraus.
Petra Haltmayr konnte sich nach der verkorksten Abfahrt am Freitag (Platz 38) auch im Super-G nicht das nötige Selbstvertrauen für die WM in St. Anton zurückholen. Die 25-jährige aus Rettenbach verlor nach einem Fahrfehler die Ideal-Linie und kann mit Platz 21 (1.28.79 Min.) nicht ganz zufrieden sein. Isabelle Huber (Ruhpolding) wurde in 1.29.87 Min. schließlich 39.

Super-G in Cortina länger als früher:
Die Fahrerinnen benötigten gut 15 Sekunden mehr als in den letzten Jahren für die Bewältigung der Super-G Strecke von Cortina d`Ampezzo. Der Grund dafür liegt in der Verlängerung der Piste auf nunmehr 2240 Meter. Der neue und höher gelegene Start der „Olimpia delle Tofane“ sorgte dafür, dass die Athletinnen gleich zu Beginn mit enormem Tempo den spektakulären Tofanaschuss in Angriff nahmen. Der Parcours wurde vom US-Trainer J. Tracy mit 42 Toren ausgeflaggt und fair gesteckt. Dennoch blieb Cortina eine anspruchsvolle Aufgabe für die Damen.

Training beim Super-G nicht erlaubt:
Die wahre Meisterleistung findet bereits bei der Besichtigung der Strecke in den Köpfen der Teilnehmerinnen statt. Der Super-G gilt unter den Läuferinnen und Läufern als die anspruchsvollste Disziplin. Falsch besichtigte Fahrlinien führen dann im Rennen unweigerlich zu Fehlern. Häufig kommt es in der Folge dann bei Tempo 100 und mehr zu schlimmen Stürzen mit teilweise bösen Verletzungen.