DSV-Damen Cheftrainer Wolfgang Maier legt die Messlatte für die Nominierung seiner Mannschaft hoch. Er setzt den Leistungsgedanken an die Spitze der Kriterien für die Zuteilung der Fahrkarte nach St. Anton (Österreich), wo die alpine Ski-Weltmeisterschaft vom 29. Januar bis zum 10. Februar ausgetragen wird.

Kein Reisetourismus:
Der 40-jährige Trainer der DSV-Mädels greift im Vorfeld der WM hart durch. "Wenn die Jungen Leistung bringen, öffnet sich die Tür", gab er Maier die Marschroute vor. Die Team-Küken Isabelle Huber (Ruhpolding) und Alexandra Grauvogl (Bad Wiessee) will er jedoch nicht verheizen, sondern zur zeitgleich stattfindenden Junioren WM entsenden.

Ertl plant mit Slalom und Riesenslalom:
Aus medizinischer Sicht steht einem Start von Martina Ertl in den beiden technischen Disziplinen (zweite WM-Woche) nach einer Untersuchung in München bei Team-Arzt Dr. Münch nun nichts mehr im Wege. Konditionell fit und mit dem umbedingten Willen zum Start ausgestattet, setzt das deutsche Aushängeschild alles daran, um in St. Anton dabei zu sein.

Bergmann auf der Kippe:
Für Monika Bergmann (Lam) sieht es indes eher düster aus in Sachen WM 2001. Maier forderte mehr Engagement von der Slalomspezialistin, die zuletzt in Flachau einen verkorksten 2. Durchgang ablieferte und dort im Finale hinter Team-Kollegin Steffi Wolf nur auf Platz 27. landete. Im Slalom macht sich neben der gesetzten Martina Ertl auch Marina Huber (Ruhpolding) berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz.

Hilde Gerg rechtzeitig in Form:
Die Formkurve zeigt steil bergauf, das Timing zur WM könnte gelingen. Klug war wohl die Entscheidung von Hilde Gerg (Lenggries), über den Jahreswechsel nochmals ein gezieltes Aufbautraining zu absolvieren. Der Erfolg in Haus (10. und 11. Platz in Super-G und Abfahrt) gibt ihr Recht. In Abfahrt und Super-G werden bei der WM die Deutschen Hoffnungen auf der "Wilden" Hilde liegen.

Brauner und Haltmayr fest im Aufgebot:
Sibylle Brauner (Aising-Pang) empfiehlt sich durch regelmäßige Plazierungen in den Top-20 beim Welt-Cup für den WM-Start. Vielleicht gelingt der große Durchbruch dann in St. Anton. Petra Haltmayr`s Formkurve zeigte in den letzten Wochen dagegen eher in die falsche Richtung. Für die Frau aus Rettenberg geht es nach dem schlimmen Wochenende von Haus (Österreich/2 Ausfälle) erst einmal in Cortina (Italien) am nächsten Wochenende um die Zurückgewinnung von Selbstvertrauen.

Der mögliche Kader:
Abfahrt: Hilde Gerg, Petra Haltmayr, Sibylle Brauner
Super-G: Hilde gerg, Petra Haltmayr, Sibylle Brauner
Riesen-Slalom: Martina Ertl, Petra Haltmayr
Slalom: Martina Ertl, Marina Huber, Monika Bergmann?
Kombination: Hilde Gerg, Petra Haltmayr, Sibylle Brauner?