Der 5. Weltcup-Slalom der Herren in Wengen (Schweiz) geriet zur Österreicher-Show. Die Männer aus dem Ski-Mekka fügten den Schweizern auf deren heiliger Lauberhornstrecke eine empfindliche Niederlage zu.

Fünffacher Erfolg der Österreicher:
Benjamin Raich (Österreich) erwies sich als der stärkste Athlet in einem entfesselt fahrenden Team-Austria. Die Rot-Weiß-Roten belegten gleich die Plätze 1 bis 5. Raich legte zweimal die Laufbestzeit vor und deklassierte dabei seine Landsleute in der Gesamtzeit von 1.44.42 Min. um über 1 Sekunde. Den 2. Platz holte sich Rainer Schönfelder (1.45.71 Min.) vor Mario Matt (1.46.07 Min.). Florian Seer und Kilian Albrecht komplettierten den totalen Sieg der Österreicher an der Schweizer Kult-Skistätte im Berner Oberland. Damit ist im Vorfeld der WM von St. Anton der Kampf in der österreichischen Mannschaft um eine Nominierung heftiger denn je entbrannt. Zumindest die Euphorie unter den Ski-Fans der Alpen-Republik wird durch solche Resultat noch weiter angeheizt.

Geisterslalom im 2. Durchgang:
Nebel ist der ständige Begleiter der diesjährigen Rennen am Lauberhorn. Gerade die Führenden Läufer des 1. Durchgangs hatten am Ende des Wettkampfes schwer mit den schlechten Sichtverhältnissen am Slalomhang von Wengen zu kämpfen.

Markus Eberle mit Einfädler:
Der einzige Deutsche im Finale der besten 30 Fahrer war erneut Markus Eberle (Platz 13 nach dem 1. Lauf) ging aggressiv zu Werke und bezahlte dafür in der „dicken Suppe“ von Wengen mit einem klassischen Einfädler. Andreas Ertl war zuvor schon im 1. Lauf kurz nach der Zwischenzeit ausgeschieden.

Schweizer in Flaggennot:
Erstmals wurden bei einer Ski-Weltcup-Siegerehrung auch Flaggen aufgezogen. Die Schweizer hatten allerdings nicht mit einem Dreifach-Triumph der Österreicher gerechnet. Die Organisatoren hatten aber nur 2 Austria-Flaggen vorbereitet.