Nach 2.15.53 Min. beendete Hermann Maier (Österreich) seinen Arbeitstag. Das reichte zum Sieg im 7. Weltcup-Riesenslalom von Adelboden. Damit verteidigte der Alpenvulkan seine Führung vom 1. Durchgang und verwies Michael von Grüningen (Schweiz, 2.16.06 Min.) beim Klassiker der Riesenslalomläufe auf den 2. Platz. Der Schwede Fredrik Nyberg, der nach dem 1. Lauf noch auf dem 2. Platz gelegen hatte, wurde am Ende in der Zeit von 2.16.25 Min. Dritter.

Von Grüningen verpasst vorzeitigen Gewinn der Kristallkugel:
Mit einem Sieg am Kuonisbergli von Adelboden hätte der Führende der Weltcup-Riesenslalomwertung bereits zwei Rennen vor Ende der Saison die begehrte Kristallkugel sicher gehabt. Der Sieg von Hermann Maier machte dem 31-jährigen Eidgenossen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Von Grüningen führt in dieser Wertung nun mit 530 Punkten vor Hermann Maier (422 Punkte) und Fredrik Nyberg (300 Punkte). In der Gesamtwertung liegt der Herminator jedoch mit 793 Punkten vor von Grüningen (592 Punkte) und Kjus (499 Punkte).

ÖSV-Fahrer kämpfen um WM-Tickets:
Im Österreichischen Herren Team geht der Kampf um die Fahrkarten zur WM in St. Anton (ab 28. 01.01) in die heiße Phase. Hermann Maier ist natürlich gesetzt. Christoph Gruber (2.16.45 Min.) zeigte Stärke. Auch Benjamin Raich (2.17.07 Min.) hält recht gute Karten in der Hand. Heinz Schilchegger (2.17.53 Min.)hatte schon gute Ergebnisse vorzuweisen. Für Stephan Eberharter (nach Fahrfehler 2.22.32 Min.), Christian Mayer (2.18.14 Min.)und Josef Strobl (ausgeschieden) sieht es für den Riesenslalom in St. Anton nach Adelboden eher düster aus.

Anspruchsvolle Piste:
Die Rennfahrer haben es in Adelboden mit einer der anspruchsvollsten Riesenslalom-Pisten im Weltcup zu tun. Ein stark gewelltes Gelände mit nach rechts „hängenden“ Hängen und einem extrem steilen Zielhang machen ständige Linien-Korrekturen notwendig. Zudem hatten 200 Helfer den gesamten Neuschnee aus der Piste geschoben und den Kuonisbergli in einen eisigen und durchgefrorenen Hang verwandelt. Der Norwegische Trainer Skavik servierte den 30 Fahrern dann im Finale mit dem 41 Tore-Parcours einen schweren Happen.

Zuschauer sorgten für Stimmung:
Adelboden zeigte sich nicht nur wegen der herrlichen Winterlandschaft und der gut präparierten Piste von seiner besten Seite. Sonderzüge brachten die Schweizer Skifans schon in den frühen Morgenstunden von der Hauptstadt Bern ins Berner Oberland. Gut 10.000 Zuschauer sorgten dann in dem engen Skistadion und an der steilen Piste für Feststimmung. Nicht nur die eigenen Skistars durften sich über den reichlich gespendeten Beifall des sachkundigen Publikums freuen.

DSV-Herren chancenlos:
Zwei Deutsche waren in Adelboden am Start. Für den zweiten Durchgang konnte sich keiner qualifizieren. Stefan Stankalla ging mit der Startnummer 65 ins Rennen und landete mit beinahe 4 Sekunden Rückstand auf Hermann Maier in der Zeit von 1.10.65 Min. abgeschlagen auf Platz 53. Florian Eckert erwischte es noch ärger. Er schied bereits nach der 1. Zwischenzeit aus.