Nach dem Regen am gestrigen Samstag kam über Nacht der Schnee. Die Organisatoren hatten mit allen zur Verfügung stehenden Hilfskräften in einer Non-Stop Aktion versucht die Piste befahrbar zu machen - doch vergebens.

Hujara ließ abbauen:
Am Morgen wurde das Rennen abgesagt. FIS-Renndirektor Günther Hujara sah keine Chance mehr für einen regulären Wettbewerb. „Die Wetterkonstellation hat uns vor eine unlösbare Aufgabe gestellt. Erst hatte es hier geregnet. Bei der Höhe, auf der wir uns befinden, schon außergewöhnlich genug. Dann sank die Temperatur und es fiel eine Menge extrem nasser Schnee auf den Slalomhang. Da versagen dann auch unsere Präparationskünste“, gab der deutsche Hauptverantwortliche vor Ort zu Protokoll. „ Die Sicherheit der Fahrer geht vor. Es wäre heute ein irreguläres Rennen geworden. Unter einer Oberfläche von einigen Zentimetern Neuschnee befindet sich quasi Wasser pur,“ begründet Hujara die Entscheidung.

Österreicher unter Druck:
Fraglich ist, ob der Slalom noch vor der WM in St. Anton nachgeholt werden kann. Zumindest den Österreichern wäre daran sehr gelegen, da sie noch ein Rennen zu internen Qualifikationszwecken gebrauchen könnten. So könnte das Gerangel um die Starterlaubnis im ÖSV-Team der Mannschaftsführung noch einige Kopfschmerzen bereiten.