Ski2b: Froh über die kurze Pause auf der ständigen Hatz nach den Weltcup-Punkten und Bestzeiten?
Martina Ertl: Natürlich bin ich jetzt froh eine Pause von ca. 5 Tagen zu haben. Ich war seit dem 3. November nur eineinhalb Tage zu Hause. So viele Rennen und immer von einem Ort zum Anderen; das ist schon sehr anstrengend. Nicht nur körperlich, auch mental ist es schwierig ganz "frisch" zu bleiben.

Ski2b: Zerrt die ständige Umstrukturierung des Terminplanes (Ausfall und Verlegung der Rennen) an Deinen Nerven oder findest Du es gut, mehrere Rennen auf einem Hang zu absolvieren?
Martina: Mit Terminänderungen habe ich eigentlich nicht so große Probleme. Ich bin das nach all den Jahren im Weltcup schon ein bisschen gewohnt. Man muss einfach flexibel sein, speziell wenn man alle Disziplinen fährt. Allerdings bevorzuge ich verschiedene Orte. Ich finde es eher langweilig die gleiche Disziplin am gleichen Ort zu fahren, noch dazu innerhalb von 10 Tagen. Leider war es halt bei den Schneebedingungen nicht anders möglich.

Ski2b: Nenne uns doch bitte drei Wünsche, die Dir mit Blick auf Weihnachten am Herzen liegen.
Martina: Meine drei Wünsche für Weihnachten sind:
1. Gesundheit für die ganze Familie und meine Freunde.
2. Weiterhin so viel Spaß beim Skifahren. Dann kommt alles andere von selbst.
3. Schnee! Denn das gehört doch zu Weihnachten dazu!

Ski2b: Kribbelt es schon bei dem Gedanken an die bevorstehende Weltmeisterschaft in St. Anton?
Martina: Bei dem Gedanken an die WM kommt im Moment noch kein Kribbeln auf. Die Weltcuprennen stehen jetzt im Vordergrund. Um bei der WM ganz vorne dabei zu sein, ist sowieso die Tagesform sehr wichtig. Deshalb kann man jetzt eigentlich noch nichts sagen. Ich hoffe halt, dass ich gesund bleibe!

Ski2b: Was hält du von Christian Flührs bevorstehendem Weltrekordversuch "99 Stunden + x" nonstop auf Skiern zu fahren? (siehe Specials auf Ski2b)? Könntest Du Dir selbst vorstellen, ein solch ausgefallenes Vorhaben in Angriff zu nehmen?
Martina: Ehrlich gesagt: Ich liebe ich meinen Sport über alles, aber wenn ich 99 Stunden ohne Unterbrechung fahren müsste, würde mir die Freude wahrscheinlich vergehen. Nie würde ich auf den Gedanken kommen, auch so etwas selber zu versuchen. Trotzdem bewundere ich diese Extremsportler.

Ski2b: Vielen Dank und ein Frohes Fest.
Martina: Das wünsche ich Euch und allen Ski-Fans auch.