Der 4. Riesenslalom der Herren sollte eigentlich im italienischen Alta Badia ausgetragen werden. Einmal mehr musste jedoch Val d`Isere als Ersatz-Austragungsort herhalten.

Dort fanden die Männer allerdings bei herrlichem Sonnenschein gute Bedingungen vor und absolvierten (Dank der Kunstschneekanonen) auf der gut präparierten Piste am frühen Morgen den 1. Durchgang. Nur die besten 30 Rennfahrer dieses Laufes qualifizieren sich dann für den entscheidenden 2. Durchgang, der ab 13. Uhr ausgetragen wird.

Der 27-jähriger Österreicher Heinz Schilchegger aus Obertauern ließ den Ski zwischen den Toren besser laufen als die Konkurrenz und führt in der Zeit von 1.14.68 Min.hauchdünn vor dem Schweizer Michael von Grüningen (1.14.95 Min.) und seinem ÖSV-Teamkollegen Andreas Schifferer (1.15.30 Min.).

Überraschend stark fuhr auch der Finne Sami Uotila, der zeitgleich mit Schifferer den dritten Platz belegt. Marco Büchel (Lichtenstein), Didier Cuche (Schweiz), Frederic Covili (Frankreich), Eric Schlopy (USA) und Vincent Millet (Frankreich) folgen auf den nächsten Plätzen und liegen weniger als eine Sekunde auf den Führenden zurück.

Für Spannung ist also im Vorfeld des Finallaufes reichlich gesorgt.

Prominentester "Ausfall" am heutigen Vormittag war am RS-Hang in Val d`Isere Hermann Maier aus Österreich, der bereits vor der ersten Zwischenzeit die Segel streichen musste. Er kam zu spät zur morgentlichen Besichtigung der Strecke und wurde von den Offiziellen disqualifiziert.

Die Norweger Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt erwischten einen schlechten Tag und fuhren beide in 1.16.55 Min. weit hinter der „Musik“ her. Bis zum Schluss mussten sie um den Einzug in den 2. Durchgang bangen. Als mit Startnummer 61. der Italiener Massimiliano Blardone in 1.15.53 Min. auf Platz 8 "rauschte", war der Arbeitstag für die beiden Norweger beendet. Als 31. schieden sie gemeinsam aus.

Stefan Stankalla ging mit der Startnummer 63 ins Rennen und wurde am Ende bester Deutscher auf Platz 46 (1.17.31 Min.)Zum zweiten Durchgang reichte es indes nicht.

Der deutsche Youngtser Florian Eckert fand in seinem Lauf ebenfalls nicht die richtige Linie und qualifizierte sich in der Zeit von 1.17.49 Min. als 48. nicht für das Finale.