Am 17. Dezember steht den Rockies im Raum Aspen erneut eine Belastungsprobe der besonderen Art bevor.

Die Marathonmänner und Marathonfrauen des Speedski-Bereiches testen für 24 Stunden sich, das Material und die Ausdauer der Zuschauer.

Wir stellen diese Super-Crazy-Veranstaltung ausführlich vor.

Geschichte

Die Geschichte des 24-Stundenrennens in Aspen/Colorado begann im Jahre 1987. Aspenite Ed McCaffrey gründete es um Geld für Multiple Sklerose-Erkrankte zu sammeln, da auch sein Vater an dieser Krankheit litt. Der Austragungsort war jedoch noch nicht Ajax, sondern Keystone/Colorado. Im selben Jahr stellte Russ Klein den ersten Abfahrtsski-Weltrekord auf.

Ein Jahr später wurde das Rennen nach Aspen Mountain verlegt, wo es auch heute noch alljährlich stattfindet.

In den kommenden Saisons hatte man kein Glück mit dem Wetter:

...sowohl 1989, als auch 1990 mußte das Rennen aufgrund der Schneebedingungen abgesagt werden.

1992 wurde der Streckenverlauf überarbeitet und man führte ein, dass die Fahrer den Liftterminal in Zukunft am „langsamen“ Osteingang betreten mussten. So kam es, dass die Zeiten der Sportler sich allgemein etwas verschlechterten.

1996 ging als kältestes Rennen in die "24 Hours Of Aspen" -Geschichte ein. Die Windtemperaturen erreichten zweistellige Minusgrade!

1999 mußte das Rennen abermals wegen der Schneebedingungen abgesagt werden.

Das Reglement:

Das Rennen beginnt stets am Sonntag um Punkt 12.00 Uhr und endet um 12.00 Uhr am Montag. Bei Schwierigkeiten kann der Start um genau 24 Stunden verschoben werden.

Gewinnen können ausschließlich die Zweier-Teams, für die bestimmte Regeln gelten:

Mit dem Start des ersten Fahrers des jeweiligen Teams beginnt die erste Runde. An der Ziellinie wird die Zeit des ersten Fahrers gewertet, wenn er zu zweiten eine Differenz von weniger als drei Sekunden aufweist. Sollte dies nicht der Fall sein, so zählt die Zeit des zweiten Fahrers.
Der erster Fahrer kann vor, oder nach der Gondel auf den Zweiten warten. Er kann jedoch nicht ohne seinen Teamkollegen zur nächsten Runde starten.

Die Gondel kann eine Rolle im Rennen spielen, die effektive Wettkampfzeit wird nämlich nur unterbrochen wenn ein technischer Defekt auftritt, der die Gondeln zum Stillstand zwingt.

Sieger des Rennens ist das Team, welches in 24 Stunden die längste Strecke bzw. die meisten Runden zurücklegt.
Sollten zwei Teams die gleiche Strecke zurückgelegt haben, so entscheidet die Gesamtzeit beider Athleten über den Sieg.
Die Gesamtzeit ergibt sich aus den zusammengerechneten Zeiten der einzelnen Runden.

Der Rennverlauf/Die Rennstrecke:

Seit 1988 findet das Rennen in Ajax statt und seit 1992 benutzen die Wettkämpfer den östlichen Zugang der Talstation, was die Zeiten (absolut gesehen) leicht verschlechtert hat. 1994 wurde die Methode eingeführt, nicht mehr die Einzelzeiten, sondern nur noch die Teamzeit zu werten (nach den oben erwähnten Regeln).

Daten:

Die Länge der Strecke einer Runde beträgt ca. 4,33 km
Vom Fuße bis zu höchsten Punkt der Strecke müssen die Wettkämpfer 995,78 Höhenmeter überwinden

Hier noch einige interessante Zahlen:
Auf einem Teil der Strecke namens „Spar Gulch“ erreichen die Fahrer Geschwindigkeiten bis zu 155 km/h.
Um die Strecke auch nachts taghell zu beleuchten, werden insgesamt 300 000 Watt Stromstärke benötigt.

Von den 24 Stunden, die die Rennläufer wach bleiben, verbringen sie "nur" 3 Stunden mit Fahren. Eine Stunde insgesamt dauert das Warten und Einsteigen in die Gondel. Die mit 20 Stunden längste Zeit jedoch verbringen die Fahrer in der Gondel bei der Auffahrt.

Wenn die Sportler ein dringendes Bedürfnis verspüren, so müssen sie die eigens in den Gondeln bereitgestellten verschließbaren Behälter oder Beutel nutzen.

Rekorde:

Die schnellste Runde des 24-Stunde-Rennens fuhren 1998 die Brüder Graham und Matrin Bell. Sie benötigten für die ca. 4,3 km lange Strecke 2.10.98 Minuten.

Den Höhenmeter-Rekord stellte 1991 der Kanadier Chris Kent auf: er legte während des Rennens insgesamt fast 83000 Höhenmeter zurück. Das entspricht 83 Abfahrten.
Anda Rojs und Kate McBride halten bei den Frauen seit 1997 den Rekord mit ca. 79700 Höhenmetern.