Die Startnummer 1 brachte beim ersten Durchgang des Riesenlaloms der Herren im französischen Val d`Isere Hermann Maier aus Österreich nicht nur Glück.

Ohnehin ist der „Herminator“ allein durch sein Ausnahme-Können nicht auf den Beistand der Ski-Götter angewiesen. Doch eine brüchige und nicht optimal präparierte Piste, die nach Schneefällen in der Nacht nicht mehr in den entsprechenden „Betonzustand“ versetzt werden konnte, bot dem Sieger der gestrigen Abfahrt als Eröffnungsfahrer des RS einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Nur logisch, dass Hermann etwas daraus machte. Ein solider Lauf durch den vom Österreicher Herbert Mandl mit 48 Toren ausgeflaggten Parcour reichte Maier aus Flachau in der Zeit von 1.12.10 Minuten zur Führung nach dem ersten Durchgang.

Auf den Plätzen zwei und drei dann seine beiden Landsleute Andreas Schifferer (1.12.58 Min.) und Heinz Schilchegger (1.12.79 Min.)

Eine Überraschung schaffte mit der Startnummer 29 Bode Miller aus den USA, der in der Zeit von 1.13.01 Min. auf Rang vier der erste Nicht-Österreicher ist.

Lasse Kjus (Norwegen) konnte den „Alpenmännern“ zunächst nicht Paroli bieten. Er hatte auf die gestriger Abfahrt verzichtet, konnte jedoch die gesparten „Körner“ nicht in eine schnelle Zeit umwandeln. Mit 1.13.51 Min. hat er schon vor dem entscheidenden 2. Lauf, der ab 13.00 Uhr gestartet wird, auf Position 13 deutlichen Rückstand auf Maier.

Der Deutsche Markus Eberle fand mit Startnummer 25 auf der schlechter werdenden Piste nicht die optimale Linie und verpasst mit der Zeit von 1.14.70 Min. auf Rang 43 den „cut“ der besten Dreißig des ersten Durchgangs, der zum Start für Lauf zwei berechtigt.

Recht gut verkaufte sich der junge Florian Eckert nach seinem tollen 18. Platz in der gestrigen Abfahrt. Mit Nummer 55 musste er in die „ Bruchpiste“. Eckert fuhr 1.14.81.Min.; hatte allerdings ebenfalls als 47. keine Chance auf Durchgang zwei.

Stefan Stankalla (Startnummer 66) belegte mit 1.15.53 Minuten Platz 56.