Totale Dominanz der Österreicher bei der Abfahrtspremiere dieser Weltcup-Saison in Europa.

In den Savoyer Alpen feierte Hermann Maier, die Lichtgestalt im Speedbereich des alpinen Ski-Zirkus, erst Geburtstag und räumte dann auf der verkürzten Abfahrt in Val d `Isere kräftig ab. Mit der Startnummer 14 stürzte sich der nun 28-jährige Weltcup-Führende gen Tal und schnappte seinem Landsmann und Konkurrenten Stefan Eberharter (1.45.35 Minuten) erst im Schlussdrittel der über Nacht gefrorenen Strecke den Sieg weg.

Maier zeigte sich nach seinem „Höllenritt“ dann auch sofort siegessicher. „Das müsste es eigentlich sein“, gab der Österreicher, der mit einem Jodler seine Zeit von 1.45.04 Minuten quittierte, seinen Gefühlen schon bei Startnummer 25 freien Lauf.

Weniger euphorisch reagierte Dauerrivale Eberharter. „ Ich habe halt die Kompression verhauen.“ Jedoch ließ der 31-jährige Österreich aus Stumm die veränderten Pistenverhältnisse nicht als Entschuldigung gelten. „Wir sind Profis. Wenn es über Nacht gefriert, dann muss Du Dich eben umstellen können“.

Immerhin fand das Rennen, das kurz zuvor wegen der hohen Temperaturen noch auf der Kippe stand, nun unter regulären Bedingungen bei strahlendem Sonnenschein statt. Die Piste hielt lange Zeit und die Zuschauer bekamen ein Festival der Österreicher mit „Schweizer Beiprogramm“ zu sehen.

Auf den ersten 10 Plätzen waren am Ende sieben Österreicher und drei Schweizer Rennläufer.

Fritz Strobl schaffte mit 1.45.59 Minuten den Sprung auf das Stockerl. Rang drei für den bereits im Training beeindruckenden Serien-Top-Ten-Fahrer. Andreas Schifferer (ebenfalls Österreich) lag als Vierter noch vor dem ersten Schweizer Didier Cuche.

Aus deutscher Sicht gab es schließlich auch noch Grund zur Freude. Florian Eckert (21 Jahre) raste mit Startnummer 49 in der Zeit von 1.46.75 Minuten auf den hervorragenden 18. Platz. „ Gut Skifahren und schauen, was heraus kommt“, war die bescheidene Antwort des Nachwuchsfahrers aus Lörrach.

Stefan Stankalla belegte mit 1.47.10 Minuten den 27.Platz und enttäuschte dabei nicht.

Das Comeback des italienischen Rennfahrers Kristian Ghedina ging eher in die „Hosen“. Nach einem guten vierten Platz im Training musste sich der „Leitwolf“ der italienischen Abfahrtsmannschaft in 1.47.46 Minuten hinter die Deutschen auf Platz 34 einreihen.

Die Norweger Kjus und Aamodt waren nicht am Start. Sie gönnten sich eine kleine Pause.

Gesamt-Weltcup Wertung:

1. Hermann Maier 516 Punkte
2. Stefan Eberharter 409 Punkte
3. Lasse Kjus 371 Punkte