Martina Ertl fährt auf Platz 4

Der erste Super - G der neuen Weltcup-Saison bei den Damen brachte in Aspen (Colorado/USA) mit Michaela Dorfmeister (Österreich) gleich eine der Top-Favoritinnen in den Speed - Disziplinen auf das oberste Siegertreppchen.

Die 27-jährige Neusiedlerin zeigte im Steilhang des hervorragend präparierten Kurses die stärkste Leistung und nahm so die höchste Endgeschwindigkeit aller Läuferinnen mit in den Zielhang. Am Ende brauchte die Siegerin des Riesenslalom-Weltcups der letzten Saison 1.21.01 Minuten für die 35 Tore, die der österreichische Trainer Schaffer ausgeflaggt hatte.

Den zweiten Rang holte sich Regine Cavagnoud (Frankreich) in 1.21.30 Minuten mit einem hochdünnen Vorsprung von einer hundertstel Sekunde vor Corinne Rey-Bellet (Schweiz).

Erneut überzeugen konnte Martina Ertl. In 1.21.44 Minuten erreichte die weiterhin Führende der Weltcup-Gesamtwertung bei strahlendem Sonnenschein als Viertplazierte das Ziel. Dabei fuhr Ertl im oberen Drittel sogar mit Zwischenbestzeit, musste sich aber schließlich knapp geschlagen geben.

Ihr Renn-Comeback bestritt Hilde Gerg nach dem Beinbruch in der vergangenen Saison. Auch Hilde Gerg gelang ein guter Lauf im oberen Abschnitt. Die fehlende Wettkampferfahrung machte sich jedoch im weiteren Verlauf des Rennens bei ihr bemerkbar. Der 34. Platz in der Zeit von 1.23.78 Minuten darf allerdings zur Zeit kein Maßstab für die Bewertung der Leistung Gergs sein. Allein der Start der Deutschen ist schon ein riesiger Erfolg und die Belohnung für die harte Zeit in der Reha und beim Aufautraining.

Petra Haltmayr machte beim ersten Super - G indes ein gutes Rennen, fuhr solide und bestätigte ihre gute Form mit einem 15. Platz. Sibylle Brauner fand noch nicht in den Rhythmus und beendete den Super - G als 36.

Renate Götschl, die Speedqueen aus der Steiermark, ging gewohnt angriffslustig zur Sache und bezahlte dafür im Steilhang mit einem Fehler, der ihr einen Platz auf dem Stockerl gekostet haben dürfte. Trotzdem ist die Gesamt - Weltcupsiegerin in einer guten Verfassung und auch mit dem Patzer reichte es in der Endabrechnung noch zu einem achten Platz.

Eine Überraschung gelang Emily Brydon aus Canada, die mit Startnummer 39 noch auf den neunten Rang vorfuhr.

Sowohl Österreich als auch Frankreich brachten jeweils drei Fahrerinnen unter die Top-Ten.
In der Gesamtwertung führt weiterhin Martina Ertl