Das erste von insgesamt zehn Slalom-Rennen der neuen Weltcup-Saison findet zu dieser Stunde in Park City (Utah/USA) statt.

Der erst 18jährigen Kroatin Janica Kostelic gelang ein beinahe außerirdischer erster Lauf (es werden beim Slalom zwei Läufe gefahren). In der Superzeit von 42,79 Sekunden tanzte Kostelic durch den 55 Tore umfassenden und recht rhythmischen Parcours , den der slowenische Co-Trainer Pavel Grasic ausgeflaggt hatte.

Nachdem alle 66 gemeldeten Teilnehmerinnen gefahren sind, führt das Kroatische Slalomwunder mit einer Sekunde Vorsprung vor der Französin Christelle Sajoni, die mit der Startnummer Eins das Rennen auf der erneut perfekt hergerichteten Piste eröffnet hatte.

Aber auch die Deutschen Damen behielten bei herrlichem Sonnenschein den Durchblick im Stangenwald. Martina Ertl erwischte auch im Slalom einen Auftakt nach Maß. Zwar hatte sie schon nach den Trainingseinheiten ein „gutes Gefühl“ für den Slalomlauf, jedoch lieferte die gebürtige Tölzerin dann eine unerwartet beeindruckende Leistung auf der Kunstschneepiste in Park City ab. In der Zeit von 43,84 Sekunden liegt Ertl zur „Halbzeit“ als Dritte auf einem Stockerl-Platz.

Auch Annemarie Gerg und Marina Huber kamen mit dem schön zu fahrenden Kursebenfalls gut zurecht und durften sich am Ende ,auf den Plätzen 20 bzw. 29 liegend, über das Erreichen des „Cut“ freuen, der die besten 30 Fahrerinnen des ersten Durchgangs zur Teilnahme am entscheidenden zweiten Lauf berechtigt.Damen-Bundestrainer Wolfgang Maier kann also mit dem Abschneiden im Slalom bislang zufrieden sein.

Die Österreichischen Ski-Damen konnten zur frühen Stunden noch keine Glanztaten vollbringen. Karin Köllerer ist als Neunte die bestplatzierte Fahrerin der Alpenrepublik.

Die Schweizerin Sonja Nef, die vor zwei Tagen den Riesenslalom von Park-City gewinnen konnte, erwischte einen schwarzen Tag. Sie schied bereits nach wenigen Toren wegen eines Innenski-Fehlers aus.