Doppelsieg für die ÖSV-Herren beim ersten Weltcup-Rennen der neuen Saison auf dem Rettenbach-Gletscher in Sölden.

Der „Herminator“ dominierte im Riesenslalom trotz eines kapitalen Fahrfehlers im zweiten Lauf und verwies seinen Mannschaftskameraden Stephan Eberharter, der nach einem gerade verheilten Muskelfaserriss angetreten war, auf den zweiten Platz.

„Ich bin zu direkt das Tor angefahren“, analysierte der „eiserne Hermann“ nachher seinen Fehler im Zielauslauf.

Maier lag nach dem ersten Durchgang schon mit deutlichem Vorsprung vor dem restlichen Feld In Front. Einzig der Schwede Fredrik Nyberg hatte als Zweiter des Riesenslaloms Teil eins weniger als eine Sekunde Rückstand auf das Kraftpaket aus Austria. Immerhin wurde Nyberg mit einem soliden zweiten Lauf auf der hervorragend präparierten Naturschnee-Piste noch Dritter und verhinderte so den totalen Triumph der Gastgeber.

Dennoch strahlten die Österreicher mit der Sonne um die Wette. Insgesamt fünf Männer der Alpenrepublik schafften beim Heimspiel in Sölden den Sprung unter die Top-Ten.

Der anspruchsvolle Hang, die Höhe des Starts (3058 Meter) und die schwierigen Sichtverhältnisse (Licht /Schatten) hervorgerufen durch die Sonne, machten es den Athleten zusätzlich schwer die Ideallinie zu finden.

So musste der einzige DSV-Starter Stefan Stankalla schon im ersten Lauf passen. Alois Vogel konnte
verletzungsbedingt erst gar nicht das Rennen aufnehmen. Auch der norwegische Spitzenfahrer Lasse Kjus verzichtete kurzfristig auf seinen Start.

Der unglücklichste Mann am Hang dürfte allerdings Florian Eckert gewesen sein. Der junge Deutsche „verschlief“ glatt seine Saisonpremiere. Als die Startnummer 53 aufgerufen wurde fehlte das Nachwuchstalent. Am Wecker und der Zeitumstellung soll es wohl nicht gelegen haben. DSV Cheftrainer Martin Osswald bestellte Eckert umgehend zum Rapport.

Ein schlechter Auftakt für das Herren-Team. Bis zum nächsten Rennen in Park City (Utah/USA) bleibt derweil Zeit genug um die Form zu finden und Pünktlichkeit zu üben.