Europas Top-Freeskier

Frankreich:

Frankreich ist die Nummer eins am europäischen Freeski - Himmel. Keine andere Nation auf dem alten Kontinent verfügt über so viele ambitionierte Freeskier. Sebastian Michaud, Arno Adam oder der junge Guerlin Chicherit brauchen den Vergleich mit der Weltspitze nicht zu scheuen. Die Fantasie unserer westlichen Nachbarn spiegelt sich auch in deren kreativem und rasanten Fahrstil wider. Logisch, unzählige Top-Spots liegen im Land des Rotweins. Wer dem Beispiel der Stars nacheifern will, fährt nach Chamonix, La Grave, Tignes, Val d`Isere oder Les Arcs - den !! Zentren des Freeskiings schlechthin. Auf geht es ins Mekka der Skifreaks.

Französische Freeskier

Guerlain Chicherit
Geboren 1978
Wohnort Tignes
Sponsoren Dynastar, HD, Vuarnet, Tignes

Im Alter von 20 Jahren war Guerin Chicherit nicht nur der jüngste Teilnehmer, sondern wurde 1999 der jüngste Gewinner bei den World Extreme Skiing Championships in Alaska. Absolute Kontrolle hat bei ihm höchste Priorität. Dieser Mann weiss genau, was er tut und ist damit ein typisches Beispiel für die neue Generation von Freeskiern.

Deutschland

Ein kleines Pflänzchen, aber stark im Wachstum. Die deutsche Freeskierszene ist verglichen mit Frankreich noch winzig, was die aktiven Freeskier angeht, und wird seit der ersten WESC 1991 durch Tony Brey und im Jahr darauf von Jens Hoffmann-Comino in Alaska vertreten. In Deutschland führt kein Weg an Garmisch-Partenkirchen vorbei, mit Abstand die Nr.1 der deutschen Freeskigebiete, gefolgt von Oberstdorf und Mittenwald. Garmisch-Partenkirchen war Mitte Februar Ausrichter die Freeski-Masters 2000, mit Ski-Cross, Big-Air und Quarterpipe. Der Groundcontrol, Teil der Eurotour wurde auf der Zugspitze ausgetragen und Mittenwald eröffnete im Dammkar 1999/2000 das erste Freeskigebiet in Deutschland.

Deutsche Freeskier:

Tony Brey
Jahrgang: 1968
Wohnort: Garmisch-Partenkirchen
Sponsoren: K2, Homeboy, Tecnica, Oakley

Die Rockys hatten es Tony 1991 angetan. Fünf Monate bereiste er die Alpen Nordamerikas, aber erst in Alaska überkam in das totale Ski-Glück. Dieses Land war eine Offenbahrung für ihn, er sah die Berge und wusste, das ist es. In Girdwood, AK, hing ein Poster mit der gewaltigen Kulisse der Cougach Mountains: "1st World Extreme Skiing Championships Valdez, Alaska ". Eine Stimme sagte, tu es, deshalb bist du auf der Welt. Unmittelbar darauf meldete er sich an. Ab ging es nach Valdez. Drei Wochen Heliskiing und dann die Teilnahme an der WESC; unbeschreibliche Momente im Leben des Skifahrers Tony Brey. Freeskiing ist seine Religion. Die Berge sind sein Tempel, die Abfahrt ist die heilige Messe und die Natur ist sein Heiland. Geschwindigkeit, steile Rinnen, Pulverschnee, Felsen und Wächten springen, das Abenteuer und die Freiheit, das Risiko und die Adrenalinausschüttung sind die Würze des Ganzen.
1991 World Extreme Skiing Championships
1994 Vorläufer beim World Cup Abfahrtslauf der Damen in Garmisch.
1995 Inferno Abfahrt in Mürren 36. Platz
1996 European Extreme Skiing Championships in Chamonix
1997 European Free Skiing Championships in Chamonix
US Extreme Skiing Championships in Crested Butte, Colorado
1998 Red Bull Snow Thrill
Courchevel Freeride Classic
Veranstalter und Organisator des Groundcontrol Freeski-Event
1999 Chatel, France (Ski-Cross)
Big Mountain Rush in Andermatt
Organizer of the Groundcontrol Freeski-Event, Garmisch-Partenkirchen


Österreich:

Ein Underground-Sport, steht in keener Relation vom FIS-Alpin Worldcup. Aber in beinahe jedem Skigebiet haben sich kleine Freeski-Gruppen etabliert, die man meistens im Gelände oder im Funpark antrifft. Die Top-Spots sind unumwunden der Arlberg, die Tauern und die Nordkette am Haferlekar bei Innsbruck - für den, der es nur steil mag. Österreichischer Freeskier:

Axel Naglich

Geboren 1968
Wohnort Kitzbühel
Sponsoren Red Bull, Fischer, North Face, Oakley

Lebenslauf: Architekturstudium in Innsbruck, Abschluß 1995. Seit 1993: Sportmarketingagentur mit Schwerpunkt auf diverse Veranstaltungen (Speedweekend in Hintertux 1995-96, Austrian Open Beach Volleyball in Kitzbühel 1994, Ischgl 1995, Harley Davidson-Treffen Kitzbühel 1996-1998, etliche Groß-Parties und Incentives in der Region, Olympiabewerbung Kitzbühel 2006, Red Bull Speed Run Kitzbühel 1999. Skifahrerische Intermezzi in USA und Argentinien als Alpintrainer 1988-1993. Aktiv von 1991-1995: 24 Hours of Aspen: 24 Stunden Abfahrtslauf, dreimal Erster, zweimal Zweiter. Diverse Vorläufertätigkeiten im Zuge des Hahnenkammrennens von 1986-1998 Sechster Österreicher über 200 km/h auf Skiern 1996.

Schweiz:

Eine Schweizer Szene hat es schon immer in den großen Skigebieten wie Zermatt, Saas Fee oder Verbier gegeben. Allerdings bestand sie nicht aus den Eidgenossen, sondern es waren in erster Linie Engländer und Skandinavier, die die Szene prägten, also Ski-Bums, die abends abspülten oder Ski im Intersportshop präparierten. 1989 fand in Andermatt der erste moderne Freeski-Event, der Andermatt Mountain Rush statt. Modern, da die Engländer bereits in den 20er Jahren mit der Einführung des Inferno-Rennens in Mürren den Grundstein für das Freesking legten.

Schweizer Freeskier:

Sascha Schmid

Geboren 1973
Wohnort Grenzensee
Sponsoren Salomon, Adidas, Giro
Erfolge 9. Platz in Andermatt 1999, 3. Platz beim Ground Control 1999
Beruf Skilehrer

Sascha hatte bereits 14 Jahren aktiven Skirennsports auf nationaler und internationaler Ebene hinter sich, bevor er immer mehr in die Freeride-Szene hineinrutschte. Als naturverbundener Mensch, der fürs Skifahren lebt, beendete Sascha 1997/98 erfolgreich seine Ausbildung zum Skilehrer. Im Februar der Saison 98/99 bestritt Sascha sein ersten Freeski Event in Andermatt. Die Premierer gelang und er landete auf dem 9. Rang. Wenn er so weiter fährt, werden wir ihn in Alaska wiedersehen.


Francine Moreillon

Geboren 1969
Wohnort Verbier
Sponsoen Salomon, Helly Hansen, Swatch, Dainese, Oakley, Exel, DaKine

Bis zum Beginn der Wintersaison 97/98, als Francine sich entschloss, ihre professionelle Karriere als Freeskierin zu starten, hatten nur sehr wenige aus dem Umfeld der Freeskier etwas von Francine Moreillon gehört. Sie ist ein weiteres perfektes Beispiel einer Allround-Skifahrerin. Sie kann eine beeindruckende Wettbewerbsbilanz sowohl im alpinen Skibereich (Mitglied der Schweizer Junioren-Teams) als auch im Snowboardfahren (Sechste beim King of the Hill, 1996 in Alaska) vorweisen.