Nach einer geschäftigen Urlaubszeit fällt immer noch viel Schnee. Viele europäische Skigebiete berichten von einem Umsatzanstieg. Nach Informationen von Skiinfo hatten viele Skiressorts weltweit einen schneereichen Start ins neue Jahr bei abermals fallenden Temperaturen. Neben dem Westen von Nordamerika, wo die Schneefälle am stärksten waren, hat es auch in deutschen Mittelgebirgen, in Teilen der Alpen und selbst in England, Belgien und den Niederlanden teilweise stark geschneit.

Viele verbringen Urlaub im eigenen Land
Obwohl es jetzt noch zu früh für gesicherte Zahlen ist, haben bereits viele Skiressorts in Europa (und auch in Nordamerika) Geschäftszuwächse angegeben. Der Erfolg wird zumeist auf die guten Schneeverhältnisse zurückgeführt - und vielfach auch auf einen Boom bei den regionalen Buchungen, da sich mancher entschieden hat, Weihnachten und Neujahr in den Bergen des eigenen Landes zu verbringen anstatt weit zu reisen. Der weltgrößte Skigebietsbetreiber, das französische Compagnie des Alpes, meldete Verkaufszuwächse von 2,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch andere Ressorts in Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz haben bisher gestiegene Umsätze gemeldet, ebenso Big White und Red Mountain in Kanada. Falls einige Skigebiete sinkende Einnahmen zu verzeichnen haben, sind diese natürlich weniger geneigt, ihre Geschätszahlen schnell zu veröffentlichen. Ob es aber über Neujahr nun bergauf oder bergab ging: Der Januar wird vielleicht der umsatzstärkste Monat der Saison und daraus dürften Gewinne folgen.

Viel Neuschnee in Deutschland
Schon die schneebedeckten deutschen Mittelgebirge ziehen zahlreiche Skifahrer an. Das Sauerland erlebte am 5. Januar Schneefälle von bis zu 30 cm (beispielsweise in Bödefeld Hunau). Die Temperaturen sanken dabei auf -10,3 Grad auf dem Kahlen Asten. Ebenso kalt ist es auch im Harz, wo in vielen Skiorten über 40 cm Schnee liegen (30-50 cm auf dem Bocksberg, 60 cm in Torfhaus). Auch in der Rhön, dem Fichtelgebirge und dem Thüringer Wald (mit 45 cm Schnee auf dem Berg in Oberhof) kann momentan gut Ski gefahren werden. Im immer noch kältesten Bundesland, Sachsen, bringt es der Fichtelberg auf durchschnittlich 60 cm Schnee bei -10 bis -12 Grad. Die größten Schneemengen in Deutschland weist allerdings immer noch das Allgäu auf: 140 bzw. 130 cm messen die Bergstationen von Nebelhorn und Waldmendingerhorn. Im schneebedeckten Oberstdorf sind alle Liftanlagen geöffnet, über 60 km Loipen gespurt und am Sonntag soll dort das 11. Internationale Ballonfestival beginnen.

Über zwei Meter Schnee auf den österreichischen Gletschern
In Österreich, wo die Schneefälle sich in der letzten Woche in Grenzen hielten (15-20 cm Neuschnee in Sölden und Wildschönau), liegen auf den Gletschern weit über zwei Meter Schnee (280 cm auf dem Pitztaler und sogar 330 cm auf dem Mölltaler Gletscher). Auch in Obergurgl-Hochgurgl sind es noch 239 cm.

Auch Schweiz, Frankreich und Italien mit reichlich Schnee versorgt
Die Schweiz hat weiterhin einige der weltweit schneereichsten Pisten zu verzeichnen. In Disentis liegen 330 cm Schnee auf den höher gelegenen Pisten und in Saas Fee sind es 291 cm. Zermatt verbuchte in den vergangenen 7 Tagen 40 cm Neuschnee. In Frankreich, wo die Temperaturen niedrig sind und weiter sinken, fällt immer noch Schnee. Die ganze Woche über soll es dort kalt bleiben. Alpe d’Huez und Morzine haben mit 70 bzw. 45 cm Neuschnee von diesen Wetterverhältnissen profitiert. In Italien gibt es, vor allem durch die starken Schneefälle vor einem Monat, gegenwärtig mit die größten Schneehöhen weltweit: 480 cm in Arabba Marmolada und vier Meter in Alagna sowie Monterosa. Courmayeur erhielt in der vergangenen Woche 45 cm Neuschnee dazu, Cervina 40 cm. In der spanischen Sierra Nevada liegen gut drei Meter Schnee.

Belgische Skigebiete öffnen
In Skandinavien gab es in den letzten sieben Tagen in Norwegen sehr starke Schneefälle - über einen Meter Neuschnee in Vassfjellet und über einen halben Meter in 10 weiteren Skiressorts. Schweden hatte in seinem führenden Skiressort