Wer Innsbruck besucht, wird zu jeder Jahreszeit von den mächtigen Bergen beeindruckt sein, die sich wie eine Mauer hinter der Stadt auftürmen. Von praktisch jedem zentralen Platz in der Stadt aus ist sie zu sehen: die Nordkette! Auf diese Bergformation führt direkt aus dem Stadtzentrum eine Bahn – die Nordkettenbahn. Sie ist bei Architektur-Fans berühmt, wurde sie doch von der berühmten Stararchitektin Zaha Hadid geplant, die auch die berühmte Innsbrucker Sprungschanze gestaltet hat. Familien schätzen die Bahn, weil man bei der Zwischenstation Alpenzoo Innsbruck, in einen wunderbaren Tiergarten kommt. Bergfanatiker aber lieben diese Bahn, denn mit ihr kommt man innerhalb von circa 20 Minuten von 560 Metern über dem Meer auf das Hafelekar in 2250 Meter Höhe.

Von Innsbruck im Nu im Skiparadies

Im Winter beherbergt die Nordkette ein kleines, feines Skigebiet, welches vor allem von Freeridern und Freestylern besucht wird. Diese schwärmen regelmäßig von diesem Paradies überhalb der Stadt und viele Studenten wählen Innsbruck aus diesem Grund zur Studienstadt. Das Skigebiet ist für Anfänger praktisch ungeeignet. Es gibt zwar einen kleinen Übungshang, bei dem man die ersten Schritte auf Skiern machen kann, aber von dort kommt man als Anfänger nicht weg. Denn der Rest des Skigebiets besteht aus durchweg knackigen roten Pisten. Wichtiger als die Pisten sind für die Freeride-Fans aber die Skirouten. Die Seilbahnrinne ist sehr steil und sehr schmal und damit noch herausfordender als die Hafelekar-Rinne. Trotzdem gilt aber gerade die „Karrinne“ als das „Must-Do“ im Skigebiet. Erreicht werden diese beiden extremen Routen mit der Hafelekar-Bahn. Oben lohnt es sich noch ein paar Meter auf die Hafelekarspitze aufzusteigen, denn der Blick ist grandios: vorne liegt Innsbruck, scheinbar zum Greifen nah, und „hinten“ der Naturpark Karwendel mit seinen unberührten Bergen.

Innsbruck stets im Blick

Das Panorama ist ohnehin der wahre Star der Nordkette und wer kein fanatischer Skifahrer oder Snowboarder ist, kann die Ski zu Hause lassen und die Höhensonne auf der großen Terasse auf der Seegrube genießen. Wenn man dann den Blick vom Tal Richtung Berge dreht, kann man einige der besten Freeskier und Snowboarder Europas auf den Kickern und Rails des Skyline Parks bewundern. Diese wählen diese Location gerne als Foto-Spot, denn die Bilder mit Innsbruck im Hintergrund sind besonders beeindruckend. Nach einem spektakulären Freeride-Tag kann man am Abend dann Innsbruck genießen – bei circa 130.000 Einwohnern, gibt es hier an die 30.000 Studenten und so ist ein vielfältiges Nachtleben garantiert.

Große Dichte an guten Skifahrern

Die Nordkette ist ein Skigebiet für gute Skifahrer. Anfänger und leicht Fortgeschrittene werden sich an den steilen Hängen, den vielen Tiefschneeabfahrten und den engen Passagen wahrscheinlich die Zähne ausbeißen. Deshalb und auch weil das Skigebiet nicht mit vielen Pistenkilometern locken kann, findet man wohl nirgends in den Alpen eine derart hohe Dichte an guten Skifahrern auf so kleinem Raum. Wenn Du ein guter Skifahrer oder Boarder bist und im Raum Innsbruck bist, solltest du das Erlebnis "Nordkette" aber auf keinen Fall verpassen - aber bitte beachtet abseits von gesicherten Pisten die notwendige Lawinenausrüstung und Verhaltensregeln!

Tipps für das Skifahren in der Nordkette:

1. Freitagabends tummelt sich oft die Freeski Elite im Park. Da lohnt sich auch ein Besuch ohne Ski, denn die Aprés-Ski-Party in der Cloud 9 (Iglu-Bar) ist legendär.

2. Wer ganz oben Essen will, kommt in der Karstube auf 2256 Meter über dem Meer auf seine Kosten. Hier gibt es vor allem Tiroler Spezialitäten!

3 .Wer es internationaler mag, findet in Innsbruck alles, was das Herz begehrt. Aktuell sehr beliebt und nur drei Minuten von der Talstation Congress entfernt ist das Steak-Restaurant Woodfire im Hotel Grauer Bär. Im Umfeld des Congresses findet ihr aber auch viele andere Top-Restaurants!

4. Das Nachtleben von Innsbruck ist gespickt von Highlights. Wenn es ganz spät wird, feiert man in den Lokalen unterhalb der Eisenbahnbögen. In der Vergangenheit war auch Bode Miller immer wieder im Plateau oder Down Under anzutreffen.

5. Im Frühling, wenn die Bevölkerung in der Stadt schon lange wieder kurzärmelig unterwegs ist, kann man Ende April/Anfang Mai hier immer noch fleißig in der warmen Frühlingssonne figeln. Wer nicht weiß, was das ist, hier ein kurzes Video: