Mit der Oakley Airwave ist eine ganz neuartige und hochmoderne Ski- und Snowboardbrille auf dem Markt. Sie verfügt über ein eingebautes Display, integriertes GPS, Bluetooth und einige weitere Funktionen. Wir haben die Brille mal etwas genauer angeschaut und auf einer Testtour probetragen können.

Herstellerbeschreibung (engl.)

Welcome to innovation beyond the limits of possibility. Oakley Airwave™ goggles combine world-class performance, protection and comfort with a display that integrates GPS, Bluetooth® and more with a host of onboard sensors to give you instant access to a world of information.

The revolutionary design allows you to view jump analytics that show distance, height and airtime. With preloaded maps available for many resorts, you can find your location and even track others in your group. Additional sensor information includes altitude, speed and vertical descent data. Bluetooth connectivity allows pairing with a compatible smartphone for immediate viewing of incoming calls and text messages, and if your Bluetooth-enabled smartphone has music, your playlists can be accessed and controlled.

The first time you use Airwave will be an eye-opening experience that will leave you in awe, and innovative prism technology makes it possible. When you are active on the mountain, you will have clear and open vision without obstruction or distraction. When it is time to stop and review your performance or get vital information, you simply move your eye toward the miniature prism lens. The displayed information will appear as though you are looking at a 14-inch display from a distance of five feet, so refocusing your eye is not necessary.

Oakley Switchlock™ Technology makes the lens changing process quick and hassle-free, allowing you to take advantage of our wide array of optional lens tints that optimize vision for environmental conditions. For maximized performance, F3 anti-fog technology is paired with a dual-vented lens, a premium design engineered with semi-flush geometry for wide peripheral vision. Oakley Plutonite® lens material filters out 100% of all UV light, and optional lenses with Iridium® coatings balance light transmission.

The durable chassis is made of lightweight O Matter® that stays comfortably flexible, and O-Flow Arch technology reduces nasal pressure to improve airflow for free breathing. With fixed O Matter outriggers for the interchangeable strap design, you get a balanced fit – with or without a helmet – while a moisture-wicking triple layer of fleece foam at the facial contact zone provides all-day comfort.

Oakley is dedicated beyond reason to exceed the limits of possibility, and Airwave lets winter sports enthusiasts do the same with technology that offers the ultimate in performance, convenience and capability.

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Das sagt die Skiinfo-Redaktion

Auf unserer Testtour auf dem Pitztaler Gletscher hatten wir optimale Bedingungen für das Ausprobieren der Oakley Airwave: Es war kalt, mal sonnig und mal schattig, ab und zu gab es Schneefall und die Schneebrille konnte bei verschiedenen Gegebenheiten getestet werden. Erstmal die Facts: Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 599 Euro, die Brille wiegt etwa 750 Gramm, ein Ersatzglas (Switchlock Technology) zum Austauschen kostet 90 Euro.

Beim Auspacken und ersten Anprobieren wirkt die Airwave sehr groß und schwer. Beim Fahren aber, insbesondere bei tiefen Temperaturen, machten unsere Tester durchweg gute Erfahrungen und empfanden die Brille nicht als außergewöhnlich störend. Jedoch klar ist: Mit der Airwave legt man sich die wahrscheinlich größte Brille auf dem Markt zu. Sie bedeckt große Teile des Gesichts, schützt also gut vor Wind und Wetter, aber wer gerne leicht unterwegs ist oder den Fahrtwind um die Nase rum spüren möchte, dem sei die Airwave nicht unbedingt empfohlen.

Die Airwave braucht mehrere Minuten, um sich in den Betriebsmodus zu bringen, denn vor der Benutzung kann man auf dem kleinen Head-Up-Display ein Image-Video und die Erklärungen zu den Funktionen bestaunen - leider passiert das immer, wenn die Brille ausgemacht worden ist und wir fanden nicht heraus, wie man diese Videos überspringen kann. Aber halt, ein Display? Was für ein Display? Die Airwave ist eben nicht nur eine Brille, sondern sie besitzt unten rechts im Blickfeld ein eingebautes Display, welches verschiedene Funktionen bietet. Das Display selbst ist ca. 1x1 Zentimeter groß, suggeriert nach Herstellerangaben bei einem Blick durch die Brille aber eine Größe von 14 Inches (ca. 35 Zentimeter Bilddiagonale). Für unsere Tester war das Display somit auch gut zu erkennen und zu lesen - allerdings muss man, um die Anzeige nutzen zu können, aktiv nach unten rechts schauen. Das bedeutet, dass man den Blick von der Piste/Umwelt nehmen muss, was beim Fahren natürlich nicht ungefährlich ist. Hier gilt: Je besser und vorausschauender man fahren kann, desto besser ist die Brille auch während der Fahrt nutzbar. Die Brille selbst bietet aufgrund eingebauten Technik und der einhergehenden Tiefe ein Blickfeld, das etwas schmaler ist als bei manchen "normalen" Schneebrillen. Den perfekten Überblick hat man also mit der Airwave nicht, unsere Tester empfanden das Blickfeld aber als ausreichend.

Die Airwave wird mit einer Fernsteuerung bedient, die man sich mit einem Band um das Handgelenk schnallen kann oder einfach in der Hosentasche mit sich herumträgt (verlieren sollte man sie aber nicht). An und aus wird sie allerdings direkt an der Brille gemacht, an einem Knopf, der ohne Handschuhe und das Abnehmen der Brille kaum bedienbar ist - das fanden unsere Testträger schlecht gelöst. Die Fernbdienung hingegen ist recht gut zu handeln, auch mit Handschuhen. Die Grundfunktionen der Brille laufen zumeist gut: Das wohl nützlichste dabei sind allerdings die Uhrzeit, die Geschwindigkeitsanzeige (es wird die aktuelle Geschwindigkeit und der Maximalspeed angezeigt, wir erreichten immerhin 141 km/h) und der "Vertical Drop", also die abgefahrenen Höhenmeter. Auch die Airtime-Messung funktioniert, ob man allerdings 0,9 Sekunden oder 1,2 Sekunden in der Luft ist, fanden wir jetzt nicht so interessant - dieses Feature ist wohl eher etwas für die jungen Park-Rider, die sich miteinander messen möchten.

Ein großes Minus bekam die Oakley Airwave von unsere Testern für die ständigen Kopplungsversuche mit fremden Handys. Sitzt man im Lift oder der Gondel, erkennt die Brille diese und fragt, ob man sich mit diesen verbinden möchte. Man muss also jedes Mal zwei Klicks auf der Fernbedienung machen, um dies abzulehnen - nervig! Auch funktioniert die Ortungsfunktion der "Buddys" nur, wenn diese entweder auch eine Oakley Airwave haben oder die Airwave App auf ihrem Smartphone - und natürlich eine Internetverbindung, was im Ausland entweder nicht gegeben ist oder schnell eine teure Angelegenheit wird. Für uns erschloss sich diese Funktione auch vom Sinn her kaum, denn ob man seinen Standpunkt mit GPS-Koordinaten jetzt per Nachricht an das Smartphone des anderen schickt oder sich über die Brille lokalisiert, das ist eigentlich egal.

Was kann die Brille noch? Sie bietet einen Kompass, was in bestimmten Situationen im Gelände durchaus praktisch sein kann. Man kann Handy und Musikplayer mit der Brille koppeln, sich eingehende Nachrichten und Anrufe anzeigen lassen und seine Musiklisten bedienen (hierfür gibt es die HUD-Firmware und die Airwave App für Android und iPhone). Positiv: Beim Test hielt der Akku der Brille einen kompletten Skitag bei tiefen Temperaturen durch. Abends muss man sie dann allerdings über USB oder Stromstecker wieder aufladen.

Fazit: Eine tolle Schneebrille mit jeder Menge technologischer Spielereien! Ob man für die Funktionen, die die Airwave bietet, 600 Euro ausgeben möchte, das muss jeder Skifahrer/Boarder selbst entscheiden. Am ehesten ist die Airwave wohl interessant für Freerider und Park-Künstler, die mit Ortung, Musik- und Handyfunktionen sowie der Geschwindigkeits- und Airtime-Anzeige am meisten anfangen können. Für Pistenfahrer lohnt sich der Kauf eher nicht. Schade: Leider sind die ständigen Kopplungsversuche der Airwave mit fremden Handys etwas nervig.