Bergpanoramen haben ja grundsätzlich etwas Ergreifendes, Erhabenes. Man steht da, und der Blick schweift von Gipfel zu Gipfel und wieder zurück... Der Panoramablick vom Kronplatz aber gehört einer neuen Panorama-Liga an. Denn von diesem Skiberg öffnet sich in 2275 Meter Höhe ein 360-Grad-Rundblick, der Gänsehaut erzeugt: Im Norden und Westen blickt man hinüber nach Österreich auf die Stubaier, die Ötztaler und die Zillertaler Alpen sowie auf den mächtigen Ortler. Auf der gegenüberliegenden Seite erheben sich die Dolomiten mit all ihren Kathedrale-artigen Türmen, Wänden und Zacken. Es war sicher nicht nur Lokalpatriotismus, der den großen Reinhold Messner zur Überzeugung brachte: "Ich kenne die Gebirge auf allen Kontinenten. Doch die Dolomiten sind die schönsten Berge der Welt."

Der Glatzkopf unter den Skibergen
Im Gegensatz zu den dramatischen Dolomiten gibt sich der Kronplatz selbst eher gutmütig. Seine weiße, runde, baumfreie Kuppe, die sich über einem dichten Waldgürtel erhebt, hat ihm den Beinamen "Glatzkopf" eingebracht. Und der hat's in sich: Von seinem kahlen Scheitel streben unzählige Genussabfahrten, aber auch höchst anspruchsvolle Pisten in drei Himmelsrichtungen in drei Täler. Eine der langen Talabfahrten endet in der Gemeinde Olang, wo "Wetten, dass...?"-Moderator Markus Lanz groß geworden ist und das Skifahren gelernt hat. Auch wenn der Showmaster und Talkshow-Gastgeber offiziell nicht als PR-Lokomotive für sein Heimat-Skigebiet fungiert, kommt er doch regelmäßig nach Hause zu Familie und Freunden. Hier hat er sich einen Berghof gekauft. Und wann immer sich die Gelegenheit ergibt, zieht er einige Schwünge auf dem Kronplatz, seinem Hausberg.

Südtirols Skiberg Nummer 1 kann mit 116 Pistenkilometern aufwarten, die von 32 modernen Liftanlagen erschlossen werden. Sie können zu 100 Prozent beschneit werden und garantieren auch in schneearmen Wintern ungetrübten Pulverschneegenuss. Gleich acht leistungsstarke, hochmoderne Gondel- und Sesselbahnen schaufeln Skifahrer und Snowboarder vom Tal aus allen Richtungen auf das weitläufige Gipfelplateau, dessen Ehrfurcht-verströmender Mittelpunkt die Concordia bildet, eine 18,1 Tonnen schwere Friedensglocke mit drei Metern Durchmesser. Ihr Klang ist jeden Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag um 12 Uhr zu vernehmen. Auf dem Rondell darunter können sich die Skifahrer an einem aus Bronze gegossenen Rundum-Panorama, auf dem die markantesten Gipfel eingezeichnet sind, einen Überblick verschaffen.
Unzählige Menschen und Restaurants finden sich auf dem riesigen Areal, und die Gedanken schweifen zu vermutlich hoffnungslos überfüllten Pisten. Doch siehe da: Die Vielzahl der Abfahrten sorgt dafür, dass sich die Skifahrer gut verteilen. Die meisten bevorzugen die Genuss-Schneewiesen auf der Ost- und Südseite, die auch von Einsteigern problemlos zu bewältigen sind. Über St. Vigil reicht ein Arm des Skigebiets sogar bis zum Piz des Plaies, der mit seinen anspruchsvollen Abfahrten etwas abseits liegt.

Sportlich geht es auch auf der Nordseite des Kronplatzes zu. Die Talabfahrten Sylvester und Herrnegg schlängeln sich durch schmale Waldschneisen talwärts, ein Steilhang geht in den nächsten über. Weiter unten ist die Neigung wieder moderater, so dass man einmal tief durchatmen kann, bevor es mit der Bergbahn wieder nach oben geht. Zwei Snowparks machen den Kronplatz zur begehrtesten Winterdestination in ganz Südtirol. Der Easy Park unterhalb der Belvedere-Bergstation und der Jib Park auf der Piste Korer in der Nähe der Talstation Bruneck/Reischach sind mit allen erdenklichen Features ausgestattet, die Boarder glücklich machen.

Ideal für Kids und Einsteiger
Zeit für den Einkehrschwung. In der Graziani Hütte (bei der Abfahrt Nr. 12) kann man bei Livemusik seine Hirtenmakkaroni, Speckknödel oder Spinatspatzn mit Waldpilzen genießen. Verführerisch nach deftigen Pfandl-Spezialitäten duftet es vor der Herzl Alm an der Mittelstation der neuen Riedbahn. 40 Hütten und Bergrestaurants machen die Suche nach einer gemütlichen Einkehr zu einem Kinderspiel.
Apropos Kinder: Sie sind am Kronplatz die Könige. Im Talbereich von Reischach wurde speziell für sie die Achterkabinenbahn CroniExpress gebaut, die das ideale Übungsgelände für Kids und Skianfänger erschließt. Croniworld auf dem Gipfel ist ein Kinderparadies mit Kinderrestaurant, Indoor-Spielfläche, Zauberteppich und Kinderschloss. Für Erwachsene heißt es: Wir müssen draußen bleiben. Grämen müssen sie sich deswegen nicht, sie können stattdessen in die Après-Ski-Szene an den Talstationen und in den Kronplatz-Gemeinden eintauchen, wo es schon nachmittags recht lustig wird. Ein Klassiker ist das K 1; etwa ab 15 Uhr geht hier die Post ab. Von Freitag bis Sonntag kann man nahtlos ins Disco-Nachtleben schunkeln - aus deftig mach' stylisch, nichts einfacher als das.

Nicht nur als Notprogramm für einen Schlechtwettertag sollten Urlauber einen Besuch in Bruneck einplanen, dem Hauptort der 14 Kronplatz-Gemeinden und des gesamten Pustertals. Die Stadt mit ihrem historischen Stadtkern und den mittelalterlichen Häuserreihen punktet mit hervorragenden Restaurants und tollen Shopping-Möglichkeiten. Hier atmet man das Flair, das ganz Südtirol so unwiderstehlich macht: alpine Bodenständigkeit, kongenial gemixt mit italienisch-mediterraner Leichtigkeit.

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