Passen die Schweiz und Freestyle-Skiing zusammen? Wie wahrscheinlich ist ein gutes Abschneiden der Eidgenossen bei der Olympia-Premiere?

Was gehört zu Ski Freestyle?

Früher war der Begriff Skiakrobatik bekannt. Er wird in der Sportpresse noch heute verwendet und beinhaltet alle Disziplinen des Ski Freestyle oder wie es offiziell beim IOC heisst: Freestyle Skiing. In der Schweiz sind - auch dank früherer Erfolge von Conny Kissling, Sonny Schönbächler und Evelyne Leu -  die Disziplinen Springen (Aerials), Buckelpiste (Moguls) und Ballett (Acro) geläufig. Zu Ski Freestyle gehören aber auch die neuen olympischen Disziplinen Halfpipe und Slopestyle (Parcours). Nicht ins Olympia-Programm aufgenommen wurde Big Air (Schanze). Während beim Aerials der Athlet beim Sprung nach oben katapultiert wird, die Salti rückwärts gedreht und die Sprünge im Hang gelandet werden, kommt beim Big Air das gleiche Prinzip zur Anwendung wie beim Skispringen – nur mit Rotationen und Salti.

Schweizer Goldrausch bei Premieren

Die Ski-Freestyle-Cracks Elias Ambühl und Kai Mahler dürften in Sotschi 2014 als Favoriten auf olympisches Gold antreten. Kommen sie tatsächlich mit dem Edelmetall nach Hause, führen sie eine beachtliche Schweizer Tradition fort. Bei neuen olympischen Winter-Disziplinen sind die helvetischen Athleten besonders stark. So holte Sonny Schönbächler 1994 in Lillehammer im Springen der Skiakrobaten ebenso Gold wie vier Jahre später in Nagano Gian Simmen in der Halfpipe der Snowboarder und das Männer Curlingteam. Auch im neuen Jahrtausend schnitten die Schweizer in den neuen Disziplinen prächtig ab. 2006 in Turin siegte Tanja Frieden in der erstmaligen Durchführung des Snowboardcross, ehe Mike Schmid 2010 in Vancouver die Skicross-Premiere gewann.