Team Europe hat es geschafft! Die Europäer haben sich dank einer meisterhaften Vorstellung auf dem Backcountry-Slopestyle-Parcours die Trophäe des Swatch Skiers Cup von den Titelverteidigern des Team Americas zurückgeholt. Sie siegten mit 10:6 Punkten. Nachdem Team Europe schon den Big-Mountain-Freeride-Contest gewonnen hatte, wurde es mit einem Endresultat von 21:11 zum neuen Champion des Events gekrönt!
 
Ein wunderschöner, sonniger Tag begrüßte am 14. Februar die Teilnehmer und Zuschauer an der Gipfelstation von Zermatts spektakulärer Gornergrat-Bahn. Der Wettkampfhang präsentierte sich mit 20 Zentimeter unberührtem Neuschnee in perfektem Zustand. Der obere Abschnitt des Hangs bot steiles Freeride-Gelände, während die mittleren und unteren Teile mit extra für diesen Event gebauten Kickern gespickt waren. Damit konnten die Fahrer unter einer Vielzahl an möglichen Lines und Sprüngen auswählen, was sie auch weidlich ausnutzten.
 
Der herausragende Run des Tages gelang Fabio Studer (AUT) von Team Europe. Unter dem begeisterten Jubel der zahlreichen Zuschauer sprang er mit einem Switch Cork 540 vom Grat in den Hang, fuhr dann durch einen verdeckten Couloir und beendete seinen Run schließlich mit einem makellosen Cork 720.
 
Sverre Liliequist (SWE), der schon beim Big-Mountain-Contest einen eindrucksvollen Auftritt hatte, bewies auch heute wieder Kreativität und sprang einen Double Cliffdrop to Backflip sowie einen gewaltigen Double Front Flip. „Auch wenn Slopestyle nicht meine große Stärke ist, macht es mich nicht nervös, hier alles zu geben. Ich weiß, dass ich meine Fähigkeiten ganz schön strapaziere. Aber die Elemente sind sehr sicher, und der ganze Vibe hilft uns sehr. Das ist die perfekte Umgebung, um an unsere Grenzen zu gehen,” sagte Liliequist.
 
Auch die Rider von Team Americas zeigten beeindruckende Performances. Rory Bushfield (CAN) musste als Vertreter des verletzten Tim Dutton (USA) einen zusätzlichen Run machen und glänzte bei allen drei Läufen mit supertechnischen und stylischen Lines. Dem letzten Starter des Tages, Charlie Ager (CAN), wäre bei seinem Cork 900 fast eine Switch-Landung im tiefen Powder gelungen.
 
Nicht zuletzt dank der erfolgreichen Woche in Zermatt steht der Swatch Skiers Cup vor einer glänzenden Zukunft. „Es hat sich als eine überaus gelungene Kombination erwiesen, die 16 besten Big-Mountain- und Backcountry-Slopestyle-Rider zusammenzubringen. Ich freue mich, heute bekanntgeben zu können, dass es diesen Event weiter geben wird. Dank unseres wichtigsten Partners Swatch werden zwei weitere Ausgaben des Events stattfinden,” sagte Head Event Organizer Nicolas Hale-Woods.
 
Auch die zwei Captains für den Swatch Skiers Cup 2014 wurden bereits bekanntgegeben: Julien Regnier (FRA) wird Team Europe steuern und JP Auclair (CAN) Team Americas anführen. In welchem Skigebiet der nächste Event stattfinden wird, ist noch offen.
 
Rider Zitate
„Vor meinem zweiten Run war rein rechnerisch schon klar, dass wir nicht mehr gewinnen können. Daher sagte ich den Jungs, dass sie einfach nur noch Spaß haben sollten. Ich selbst wollte dem Publikum eine gute Show bieten und versuchte einen Double Cork 1080. Die Rotation war okay, aber ich bin ein wenig, naja, ich bin deutlich zu weit gesprungen... Dennoch hat es total Spaß gemacht. Erst der fantastische Big-Mountain-Event, und dann noch der heutige Tag – das war einer der besten Contests, die ich je erlebt habe!“
Cody Townsend (USA) – Captain Team Americas
 
„Dieser Kurs kombiniert gute Freestyle-Elemente mit ein wenig Big Mountain. Der Hang ist weniger anspruchsvoll als ein echtes Big-Mountain-Face, aber er hat ein paar wirklich coole Cliffs zum Springen. Ich mag den Style von solchen Events, und ich finde reines Big-Mountain-Riding cool. Dieser Event ist ein einzigartiges Fest, das wir unbedingt weiterführen sollten, um dabei auch das Freeriden weiterzuentwickeln.“
Markus Eder (ITA)
 
„Die Olympischen Spiele 2014 sind für mich möglich, aber ich müsste viel Zeit in die FIS-Events stecken. Ich persönlich gehe lieber powdern als im Park zu trainieren. Wenn es geschneit hat, fahre ich Tiefschnee, ansonsten bin ich im Park. Dieses Jahr haben wir in der Schweiz so viel Schnee, dass ich nur am Freeriden bin. Wenn man zu Olympia will, muss man 100 % geben und sich voll darauf konzentrieren. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Wenn ich das ganze Jahr im Park fahren müsste, würde ich wahnsinnig werden. Ich muss Powder fahren!”
Nicolas Vuignier (SUI)
 
„Ich war vor diesem Tag sehr nervös, weil ich ein Big-Mountain-Rider bin. Diese Kicker und ihre Form sind nicht das, womit ich mich normalerweise wohlfühle. Auf den Inruns zu den Kickern muss ich mich wirklich überwinden. Aber dann ist es ein fantastisches Gefühl!“  
Kaj Zackrisson (SWE)
 
„Ohne vorheriges Training solche Kicker zu springen, ist gar nicht so schwer, wie viele denken. Ich habe in meinem Leben schon so viele Switch 5s, 720s und Cork 3s gemacht, dass ich schon beim Absprung weiß, ob ich mich in der Luft schneller oder langsamer drehen muss – wie bei dem großen Cork 3 in meinem zweiten Run, da kann ich die Rotation kontrollieren und den Trick stehen.“
Fabio Studer (AUT)