22 Kaliber der internationalen Freestyle-Skiing-Szene öffneten am Samstag bei der fünften Auflage von Red Bull PlayStreets im Ortszentrum in Bad Gastein ihre reichlich gefüllten Trickkisten. Angeheizt von knapp 10.000 Zuschauern gaben die Akrobaten auf zwei Brettern bei dichtem Schneetreiben richtig Gas. Seinen zweiten Stern am Walk of Fame rechtfertigte der 27-jährige Kanadier Charles Gagnier in beeindruckender Manier. Der erste Red Bull PlayStreets Sieger aus dem Jahr 2007 ist somit auch der fünfte.

Weltelite am Start

Aus allen Ecken des Globus waren sie nach Bad Gastein gekommen, die 22 Hauptdarsteller des fünften Red Bull PlayStreets – von Skandinavien bis Italien, aus den USA, Großbritannien, Kanada und aus Österreich – zehn Nationen und noch mehr klingende Namen der Freestyle-Skiing-Szene. In diesem Winter hatten einige von ihnen bereits bei den X-Games oder auch bei der Freeride World Tour abgeräumt, Könner wie Nick Goepper, Bobby Brown (US), Markus Eder (ITA) oder auch der Titelverteidiger Elias Ambühl (CH) und andere ehemalige Red-Bull-PlayStreets-Sieger.

520 Meter lange Bühne aus Schnee

Mitten im historischen Zentrum von Bad Gastein wurde den Ridern mit 780 LKW-Ladungen eine weiße Bühne aus knapp 4.700 Kubikmetern Schnee bereitet. In rasantem Tempo jagten die Athleten auf imposanten Rampen über Straßen, Dächer und die Köpfe von 10.000 Zuschauern. An der Startrampe zwischen dem Salzburgerhof und der Villa Orania holten die Jungs Schwung für ihre Tricks über „Marker Corner, „Völkl Kicker“,„Suzuki Road Gap“ und schließlich über die „Roof Box“ am Dach des Jägerhäusl kurz vor dem Ziel.

Brüderpaar am Podest

Nach der Qualifikation, die der erst 16-jährige Kärntner Luca Tribondeau sensationell dominierte, traten die acht Besten Rider im Knock-out-Modus gegeneinander an. Die Freestyle-Skier schickten in den Finalrunden dem bis dahin Gezeigten noch eine pralle Draufgabe hinterher. Die Boxen von „Die Au“ (Average & Url) waren schon regelrecht heiß gelaufen, als im großen Showdown Charles Gagnier bei der finalen Punktejagd über Gus Kenworthy (US) triumphierte. Auf dem Siegerfoto strahlte auch sein jüngerer Bruder Vincent als Dritter. Er bezwang den Titelverteidiger Elias Ambühl (CH). Nach der Siegerehrung wurde der neue zweifache Red Bull PlayStreets Champion bei der After-Contest-Party im Silver Bullet noch ausgiebig gefeiert.

Zwei Local Heroes in den Finalrunden

Der Youngster Luca Tribondeau aus Wolfsberg und auch der Routinier Tobi Tritscher aus Schladming schieden mit viel Pech im Viertelfinale aus. Fabio Studer (Vorarlberg), Luggi Brucic (Tirol) und Toni Höllwart (Salzburg) gesellten sich zu großen Namen der Freestyle-Skiing-Elite, die in der Qualifikation ausschieden.