Die Zugspitze, höchster Berg Deutschlands, mit 2962 Metern Höhe ein imposanter Riese, der von Süden über die Bundesrepublik schaut. Doch die Zugspitze hat auch eine andere Seite, und zwar eine österreichische. Und auch hier kann man, wie auf der deutschen Seite, hervorragend Skifahren. Die Tiroler Zugspitzarena, ein Zusammenschluss von acht kleinen Skigebieten, bietet Familien, Freeridern, Feinschmeckern und Schneeliebhabern jede Menge Möglichkeiten. Zugspitze, Ehrwald, Lermoos, Berwang, Bichlbach, Biberwier, Heiterwang, Namlos, in all diesen Gebieten kann man mit der Top Snow Card fahren. Wir haben zwei Gebiete der Arena besucht und geben euch ein paar Tipps für den Aufenthalt!

Skifahren in Lermoos/Grubigstein

Ein Tagesskipass für das kleine Skigebiet in Lermoos ersteht man für 38,50 Euro. Ab dem zweiten Tag, also bei Mehrtagesskipässen, erwirbt man in der Tiroler Zugspitzarena automatisch die Top Snow Card, die den Zugang zu allen 215 Pistenkilometern der Region ermöglicht. Das Resort Lermoos/Grubigstein erwartet den Gast mit acht Liftanlagen und insgesamt 33 Pistenkilometern. Der Großteil des Gebietes ist mit künstlichen Beschneiungsanlagen ausgestattet. Etwa die Hälfte der Pisten sind einfach (blau) und 40% mittel (rot), lediglich zwei Kilometer sind als schwarze Piste ausgezeichnet. Gestartet wird auf 1000 Meter Seehöhe an der Talstation der Grubigsteinbahn. Von der Bergstation, ein guter Treffpunkt für Gruppen, führt der 4-Sessel Grubigalmbahn bis auf 1712 Meter über dem Meer. Im Rücken erhebt sich die Zugspitze, vor einem liegen nun die breiten Hänge des Grubigstein.

Sollte es frischen Schnee vor eurem Aufenthalt gegeben haben, empfiehlt sich zunächst direkt die Abfahrt zum eben gefahrenen Sessellift zu nehmen - sie ist einfach und morgens selten befahren, so dass ihr perfekte Bedingungen vorfinden dürftet. Besonders empfehlenswert sind zudem die Pisten vom Ziel des Gams-Jet, einem schnellen 6er-Sessellift: Mit einem schönen Panorama, der Zugspitze in der Ferne und mehreren Möglichkeiten in verschiedenen Schwierigkeiten, kann man hier einen tollen Skitag erleben. Interessant ist das Gebiet vor allem bei Neuschnee, denn im relativ flachen, gut einsehbaren und mit Bäumen bewachsenen Gelände kann man auch am Nachmittag noch unberührte Lines durch den Tiefschnee zaubern. Im Skigebiet Grubigstein gibt es vier Hütten: Das Bergrestaurant Grubigalm, das Grubighütte-Gipfelhaus, die über eine Ski-Variante erreichbare Wolfratshauser Hütte und die Brettlalm-Gschwandtkreuz auf dem Weg ins Tal, wo man Aprés-Ski in der Iglu-Bar erleben kann. Fazit: Ein kleines, familäres Skigebiet, das vor allem bei Neuschnee tolle Bedingungen und ruhige Abfahrten bietet. Für einen Tag absolut empfehlenswert, dank der Top Snow Card in Verbindung mit Besuchen der Ehrwalder Alm und der Zugspitze ist Lermoos auch für mehrere Tage einen Urlaub wert.

Übernachtungstipp: Im Klockerhof**** erwarten euch gute Speisen, traditionelle Gerichte aus der Region, angenehme Zimmer, mit Michaela und Christian Koch nette, junge Gastwirte und ein zur Muße einladender Entspannungsbereich mit zwei Saunen. Das Hotel ist nur etwa 500 Meter von der Grubigsteinbahn entfernt. Hotel Klockerhof - Familie Koch | Widum 12, A-6631 Lermoos - Tirol | Tel. +43-5673-2116, Fax +43-5673-2116-6

Skifahren in Ehrwald

Ähnlich übersichtlich wie das Gebiet am Grubigstein, aber keineswegs unnattraktiver, ist das Skigebiet der Ehrwalder Almbahn. 26,5 Kilometer Piste klingt nicht viel, ist es tatsächlich auch nicht. Ehrwald hat dennoch einiges zu bieten: einen hochgelobten Snow-Park für die Park-Shredder (mit zwei heftigen Riesenkickern), ein unvergleichliches Panorama direkt am Fuße der Zugspitze, Loipen, Wanderwege, zahlreiche Skitourenmöglichkeiten, zwei von einem Bergkamm getrennte Gebiete, die es noch größer wirken lassen, gute Gastro und zwei hochmoderne 6er-Sessellifte (einer davon sogar beheizt).

Für Anfänger findet sich auf der Ehrwalder Alm, direkt an der Bergstation der Gondelbahn, ein großes Plateau mit der Skischule und flachen Hängen zum Üben und Festigen der Technik. Der Weg hinab zum Gaghofer Blitz ist ebenfalls leicht befahrbar und für Anfänger geeignet - perfekte Gegebenheiten für Beginner. Wer auf die andere Seite, zum Gaistal 6er-Sessel und die schönen Hänge dort möchte, der muss in den alten und leider etwas langsamen Issentalkopf-2er-Sessel einsteigen. Hier lässt man es etwas ruhiger angehen, genießt den Blick auf die Südhänge der Zugspitze und entdeckt, wie wir bei unserem Besuch, vielleicht sogar eine Herde Gämse, die sich auf dem steilen Kamm tummelte. Fazit: Tolle Aussicht, angenehme Aufteilung, schöne Pisten - ein Besuch auf der Ehrwalder Alm lohnt sich auf jeden Fall!

Einkehrtipp: In der 2011 neu gebauten Hütte Ehrwalder Alm findet ihr eine tolle Sonnenterasse, leckere Spezialitäten zu bezahlbaren Preisen, freundliche Bedienungen und ihr bekommt hervorragenden Kaiserschmarrn und Espresso. Besonders im Frühjahr lässt es sich hier mit der Sonne im Gesicht sehr gut aushalten.

Mehr Infos zum Skifahren in der Tiroler Zugspitzarena findet ihr unter www.zugspitzarena.com!

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