Wir haben zum Ende der Skisaison 2012/2013 jede Menge Ski-Wear testen dürfen. Die Ortovox Merino Hardshell Guardian und die Salomon Quest Motion Fit Jacket und Pant waren bereits dran, jetzt stellen wir euch die Mammut Twitch Jacket etwas genauer vor.

Das sagt der Hersteller

Die wattierte DRYtech™-Jacke von Mammutin moderner Melange Optik bietet Komfort und hohen Wetterschutz auch bei widrigen Wetterverhältnissen im Winter für den Skifahrer.

- Moderner melangierter, strukturierter Außenstoff mit einer Wassersäule von 15.000 mm.

- Skijacke mit hochwertiger 80 g/m²-Ajungilak-Wattierung am Körper und 60 g/m² an den Armen.

- Angeschnittene, helmtaugliche Kapuze mit Verstellmöglichkeit.

- 2-Wege-Unterarm-Reißverschluss für optimale Belüftung.

- Abnehmbarer, elastischer Schneefang.

- 2 spritzwasserfeste Fronttaschen.

- 2 Brusttaschen mit wasserdichten Reißverschlüssen.

- 1 Tasche am Handgelenk für Skipass.

- Vorgeformte Ärmel mit Klett-Abschlüssen.

- Geräumige Innentasche für die Skibrille mit Brillenputztuch aus Microfaser.

- Innere Multimedia-Tasche mit Kabelausgang.

- Lycra®/Elasthan-Handgamaschen.

- Material bluesign®-zertifiziert, da umweltfreundlich hergestellt.

Material: DRYtech™ Premium 2-Layer (50% Polyamid, 50% Polyester).
Membrane: 100% Polyurethane.
Innenstoff: 100% Polyamid.
Füllung: 100% Polyester.
Gewicht: 1.280 g (Gr. L).

UVP: 459,95 Euro

Das sagt die Skiinfo-Redaktion

Wir testeten die Jacke von Mammut auf gleich drei Touren und fanden somit verschiedenste Bedingungen vor, in denen wir die Twitch Jacket ausprobieren konnten. Mit von uns gemessenen 1178 Gramm (Gr. L) ist die Twitch definitiv kein Leichtgewicht, bietet aber auch mehr als nur Schutz vor Wind und Nässe. Denn die Wattierung am Körper, geliefert vom 2001 eingekauften Unternehmen Ajungilak, das seitdem zur Mammut Gruppe gehört, bietet dem Träger einen großen Vorteil gegenüber leichteren Hardshells, die heute von vielen Firmen vertrieben werden: Sie wärmt den Körper auch bei großer Kälte! Wo andere Jacken auf wärmende Fleece- oder Primaloft-Schichten angewiesen sind, bietet die Twitch Jacket nicht nur einen guten Tragekomfort, sondern sogar bei nur wenigen Schichten eine gute Wärmeisolation. 

Im Bereich der Features kann die knapp 460 Euro teure Jacke (UVP, derzeit ist sie in manchen Shops unter 400 Euro zu bekommen) von Mammut überzeugen: Schneefang, vorgeformte Ärmel, gut sitzende (leider nicht abnehmbare, dafür verstellbare) Kapuze, angenehme Kinnpartie, große gefleecte Taschen, verklebte Reißverschlüsse, abnehmbarer Schneefang, Brillenputztuch in der Innentasche - der Jacke fehlt es eigentlich an nichts.

Die Lüftungsschlitze unter den Armen sind mit einem Netz versehen, waren für unseren Geschmack aber in der Durchlüftung nicht optimal. Vor allem auch, weil die Jacke bei wärmeren Außentemperaturen schnell etwas dick, das Innenklima stickig wird. Das Polyamid- und Polyester-Gewebe bietet nicht die beste Atmungsaktivität, wenn der Körper heiß wird und man anfängt zu schwitzen. Da hätten wir uns besser lüftende Öffnungen gewünscht, um auch bei schweißtreibenden Fahrten das Klima besser regulieren zu können, ohne die Jacke vorn öffnen zu müssen.

Unseren Wasserduschtest (eine Minute starker Schauer in der Dusche), bestand die Twitch Jacket mit Bravour, im Wetter- und Nässeschutz macht man ihr nichts vor. Keine Wasseraufnahme, keine Feuchtigkeit innen, keine Gewichtszunahme - hier zeigt die Twitch ihr Können.

Fazit: Für kalte Tage im Powder ist die Twitch Jacket von Mammut ein optimaler Begleiter von Freeridern oder Pistenfreunden. Viele Features erleichtern das Skifahrerleben. Vor allem überzeugt der Wetterschutz, wenn es aber warm oder anstrengend wird, vermissten unsere Tester etwas die Vielseitigkeit der Jacke. Dennoch: Von uns gibt es für dieses Produkt einen Daumen hoch!