Noch in den 80er Jahren war Kopaonik, das seinerzeit größte Skigebiet auf dem Balkan, für deutsche Skifahrer als Pauschalreiseziel buchbar. Dann kam der Krieg und es wurde lange still um das Areal an der Grenze zum Kosovo. Seit 2005 ist der serbische Staat aber dabei, Kopaonik schrittweise zu modernisieren. Mit dem Bau von zwei kuppelbaren Sechsersesselbahnen in diesem Sommer wird die Zahl der seither installierten neuen Anlagen auf elf steigen. Parallel dazu hat man eine Beschneiungsanlage installiert, die einen Großteil der Pisten abdeckt. Die Hotels in der auf 1700 Meter gelegenen Skistation wurden modernisiert und so präsentiert sich das 259 Kilometer südlich von Belgrad gelegene Skiresort heute attraktiver denn je. Mit einem Preis von rund 100 Euro für den 6-Tagesskipass in der Hauptsaison und günstigen Unterkünften eine reizvolle Alternative für kostenorientierte Wintersportler, die lange Autofahrten nicht schrecken - von München sind es 1.200 Kilometer. Kopaonik liegt im gleichnamigen Nationalpark, erweitert wurde das Skigebiet daher im Rahmen des Ausbauprogramms nicht, es bot aber schon immer ein weitläufiges Terrain. In dem kommen auch weniger versierte Skifahrer auf ihre Kosten, die sanfte Topografie des Hochplateaus von Kopaonik erinnert ein wenig an Skandinavien. Es gibt aber auch einige rasante Pisten, vor allem am Nordosthang des Pancicev Vrh.

Skigebiet: 1057-1975 m, 24 Lifte, 52 km Pisten

Unterkunft: Grand Hotel & Spa (auf 1770 m direkt an der Piste gelegen) ab 59 Euro pro Person und Nacht für Halbpension, www.grand-kopaonik.com

Restaurant-Tipp: Bakina Kuhinja (Großmutters Küche) – ein kleines, traditionelles serbisches Restaurant

Guides: Kopaonik hat Mittelgebirgscharakter, man kommt ganz gut ohne Guide zurecht.

Verleih: Zahlreiche Verleihgeschäfte in der Skistation sowie entlang der Zufahrtsstraße.

Info: http://www.skijalistasrbije.rs/en, http://www.tckopaonik.com/