Bereits am Sonntag Nachmittag bereiteten die Pistentechniker der JEVER FUN SKIHALLE Neuss gemeinsam mit den Trainern des Nationalkaders Skicross des Deutschen Skiverbands die Strecke mit Hügeln und dem eigens mitgebrachten Start-Gate vor. Ziel der Reise in das Niederrheinische Skigebiet war das spezielle Training von Starts. „Wer es unter die ersten beiden von vier Startern schafft, ist zu 70 Prozent im Ziel noch auf Platz 1 oder 2“, weiß Alex Böhme, Bundestrainer der Skicrosser, die Wichtigkeit dieses Trainings hervorzuheben.

Intensive Einheiten
Vor der eigentlichen Skihallen-Öffnung stand morgens ab 8.00 Uhr bereits zwei Stunden Techniktraining auf dem Programm. Die Trainer hatten sich für die Nutzung von Slalom-Material entschieden und so wurden die Kurven am Morgen immer auf den kleinen Ski mit kurzem Radius absolviert. Hinzukommend wurde zumeist im Parallelslalom Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau gefahren. „Das schult auch bei unseren Athleten die Dynamik und Spritzigkeit. Und insbesondere im Flachen aus den Kurven zu beschleunigen, lässt sich hier in der Skihalle optimal trainieren. Das gibt Gefühl und ist super zur Findung der richtigen Skiposition“, erklärt Böhme.

Starttrainings mit Videoanalyse
Am Abend standen mehrere spezielle Starttrainings auf dem Riesenslalom-Ski an. Gefilmt vom Bundestrainer via i-pad und mit direkter Videoanalyse gepaart, wurden somit täglich bis zu 40 Starts pro Athlet vollzogen. „Wir können perfekt mit dem im Weltcup eingesetzten Random-System, das immer zufällig zwischen 0,5 und 4 Sekunden das Startor für die Starter öffnet, trainieren“, erläutert Co-Trainer Maximilian Pupp. Immer zwei Starter gingen somit zeitgleich aus dem Startblock und drückten sich schnellstmöglich in die eigens aufgeschütteten Bodenwellen, die es optimal und beschleunigend zu drücken galt. „Auf dem Video kann man dann gut Unterschiede und Verbesserungspotenzial bei jedem Athleten erkennen“, verdeutlicht der Bundestrainer die Methodik.

Kurze Wege begeistern die Athleten
Und auch neben dem Schnee wurde rund um die Partner skihalle des Deutschen Skiverbands im allrounder mountain resort kräftig trainiert. „Die Trainingsphase umfasst aktuell einen größeren Block Kraft- und Muskelaufbau“, verdeutlicht Böhme. Laufeinheiten am Morgen, Kraft- und Koordinationseinheiten im Hotel Fire & Ice am Nachmittag, Wasserskiausflug und Klettern an der SalzburgerLand Kletterwand an der Rückseite der Skihalle standen auf dem abwechslungsreichen Programm. Dabei bleibt das Saisonziel für alle Athleten immer im Fokus: Ziel ist eine Medaille in Sotchi zu holen, darauf richten wir alles aus“, setzt Bundestrainer Böhme klare Zeichen. Den Athleten scheint der Aufenthalt am Neusser Gletscher trotz der Anstrengungen gefallen zu haben, glaubt man Florian Eigler vom SC Pfronten: „Vor allem die kurzen Wege vom Hotel Fire & Ice zur Piste sind genial. In kurzer Hose eben rüber, rein in den Anzug und ab auf den Schnee, perfekt und eben keine langen Auffahrten auf einen Gletscher, wo wir eh schneller ermüden aufgrund der Höhe. Außerdem ist das Essen sehr lecker.“

Lob für das allrounder Team
Auch gegenüber den Medienvertretern beim öffentlichen Medientraining am Mittwoch fand Alex Böhme lobende Worte für den ersten Lehrgang seiner A-Nationalmannschaft des DSV in der JEVER FUN SKIHALLE Neuss: „Dank der tollen Unterstützung durch das allrounder Team auf und neben der Piste ist das ein effektiver Lehrgang für unsere Athleten geworden.“ Bleibt zu hoffen, dass alle Sportler nun ihren Weg über das anstehende Gletschertraining im Norwegischen Lom und die weiteren Trainingstage gesund überstehen. Dann gilt es die DOSB-Anforderungen zur Qualifikation für die Olympischen Winterspiele im Februar 2014 schnellstmöglich in den ersten Weltcuprennen einzufahren, damit die Medaillenjagd losgehen kann.

Hier gibt es weitere Informationen zur Skihalle in Neuss.