Genug Schnee ist in Takob weniger das Problem. Immerhin trägt das 7495 Meter hohe Pamirgebirge einige der mächtigsten Gebirgsgletscher der Erde. Dafür mangelt es so ziemlich an allem anderen. Das fängt bei der Zufahrtsstraße an. Auch für den Fall, dass man selbst ein wintertaugliches Fahrzeug hat, sollte man nicht von einer reibungslosen Anfahrt ausgehen, denn diejenigen, die mit nicht ganz so geeigneten Gefährten unterwegs sind, sorgen regelmäßig für Blockaden und lange Rückstaus. In der Regel muss man das letzte Stück bis zum Lift ohnehin zu Fuß zurücklegen.

Eigentlich sind es von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe nur knapp 100 Kilometer bis Takob, aber schon bei normalen Verhältnissen muss man dafür drei Stunden einplanen. Für den einzigen Lift, einen Ankerlift, der eine ziemlich flache und schlecht präparierte Piste bedient, zahlt man pro Fahrt (einen US-Dollar), schon Tageskarten wären angesichts des Zustands der Anlage eine riskante Investition. Nebenan rosten weitere Liftanlagen vor sich hin. Als Tadschikistan noch zur Sowjetunion gehörte, war Takob ein florierender Ferienort, in dessen großen Hotels Gäste aus der ganzen UdSSR Urlaub machten. Heute pfeift der Wind durch die Flure. Wäre da nicht die großartige Landschaft der hier bis zu 3500 Meter aufragenden Berge – Takob hätte die Chance auf einen der vordersten Plätze in der Rangliste der trostlosesten Skiorte der Erde. Eins steht fest: Wer das Ziel hat, allen Skiländern weltweit wenigstens einen Besuch abzustatten, wird Tadschikistan auf seiner To do-Liste sehr sehr weit unten platzieren.

Skigebiet: ca. 2250-2350 m, ein Lift, 1,5 km Pisten

Unterkunft: Im etwas barock eingerichteten, aber modernen Twins Hotel in Duschanbe kostet das DZ rund 95 Euro, Info: www.hoteltwins.tj

Restaurant-Tipp: Das Georgia Café in Duschanbe (Rudaki 29, Tel. 37 227 13 26) serviert Spezialiäten aus den ehemaligen Weiten des Sowjetreiches, von Soljanka bis zu georgischem Wein.

Guides: Fehlanzeige, aber hier liegt’s nicht am Gelände sondern an der mangelnden Nachfrage

Verleih: Die Ski im Verleih stammen wie alles andere noch aus Sowjetzeiten, kosten dafür aber nur fünf Dollar am Tag.