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Kaufberatung Ski: Worauf achten beim Skikauf? (2)

8. Oktober 2013 | Frieda Knorke

Skitest 2014 - bei bestem Wetter - ©nskiv/wintersport.nl

Carving-Schwung auf der Piste

Copyright: nskiv/wintersport.nl

Blick in den Ski: Die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten

Sandwich-Bauweise: Die Sandwich-Bauweise wird am häufigsten eingesetzt, sowohl für günstige als auch hochwertige Ski. Die Einzelteile werden übereinandergelegt, wobei dazwischen immer eine Schicht Klebstoff ist. Durch Erhitzen schmilzt der Klebstoff und die verschiedenen Bestandteile werden dauerhaft verbunden.

Torsionsbox: Ist in einen Ski eine Torsionsbox eingearbeitet – also ein Rechteckrohr aus Glasfaser – bietet der Ski eine sehr hohe Torsionssteifigkeit. Das heißt, dadurch, dass der Kern von einem weiteren, sehr stabilen Mantel umgeben ist, er verdreht sich entlang der Längsachse weniger. Die entstehenden Ski sind hochwertig, langlebig und dementsprechend eher im teureren Segment zu finden.

Schalenbauweise: Bei dieser Bauweise wird ein U-Profil mit der Öffnung nach unten in den Ski eingearbeitet, wodurch maximaler Druck auf die Kanten geleitet wird. Diese Ski eignen sich perfekt für den Einsatz auf Eis, sind aber auch eher teuer.

Cap-Bauweise: Hier geht es mehr um Schein als Sein. Das Design befindet sich hier direkt auf einer Kunststoffplatte, die an den Seiten zu den Kanten hinuntergezogen ist. Dadurch entsteht der Eindruck, dass es sich hier um eine teure Schalenbauweise handelt – letztendlich geht es hier aber nur um das Aussehen, die Fahreigenschaften werden nicht verändert.

Der Skikern: Der Kern von Ski besteht normalerweise entweder aus Kunststoff, Holz oder einer Mischform. Er hat spürbare Auswirkungen auf die Elastizität, Dämpfung und Lebensdauer von den Brettern.

Geschäumter Kern: Die Ski werden mit Klebeschaum gefüllt, der ähnlich dem gewöhnlichen Bauschaum ist. Diese billige Füllweise hat keinerlei Auswirkungen auf die Fahreigenschaften. „Das sind billige Ski“ fasst Schorsch Reindl dabei kurzerhand zusammen.

Holzkern, Stabtechnik: In den Klebeschaum werden zusätzlich Metall- oder Kunststoffröhren oder Holzstäbe gezogen. Dadurch wird der Ski zwar etwas steifer, nennenswerte Auswirkungen auf Fahreigenschaften oder Lebensdauer bietet aber auch dieser Kern nicht, denn Kern und Schaum sind nicht stabil verbunden.

Holzkern, komplett: Durch einen durchgehenden Kern aus langfaserigem Holz bietet der Ski deutlich mehr Steifigkeit (längs), Elastizität und Dämpfung. Die Ski zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus.

Kunststoffkern: Bei dieser Bauweise werden feste Schaumstoffplatten passgenau ausgefräst und mit den restlichen Bestandteilen verklebt. Je nach Zusammensetzung bietet sich den Konstrukteuren so die Möglichkeit, die jeweils gewünschte Kombination aus Gewicht, Elastizität und Dämpfung zu erzielen. „Für manche Konstruktionen ist das sogar eine ganz passable Lösung“, sagt Schorsch Reindl von Dynafit.

Verleimter Holzkern: Dabei handelt es sich um die aufwändigste und teuerste Art von Skikern. Hochwertige Holzarten wie zum Beispiel Esche werden hier sowohl längs als auch quer verbaut und miteinander verleimt. Es entsteht ein elastischer, gut gedämpfter Ski mit langer Lebensdauer, der allerdings seinen Preis hat. „Bei dieser Konstruktion können wir mit einem Mix aus bestimmten Holzsorten den Kern optimal auf den Ski abstimmen. Heraus kommt hohe Qualität – aber eben auch ein höherer Preis“, so Reindl.

Skikonstruktion - ©Dynafit

Skikonstruktion

Copyright: Dynafit

Ski für Kinder und Jugendliche

Wie bei Erwachsenen auch sollte der Ski nach Einsatzzweck und Können ausgewählt werden. „Besonders bei Kinderski sollte jedoch auf einen weicheren Flex, ein niedriges Gewicht und ein Bindungsverstellsystem geachtet werden.“, so Ski-Experte Stefan Stankalla im Interview. „Da die meisten Kinder und Jugendlichen in der Lernphase sind, machen leichte und weichere Ski Sinn, weil Kinder so das Skifahren spielerischer und schneller lernen können. Schnelle Lernerfolge motivieren schließlich Kinder zusätzlich. Die Verstellbarkeit der Bindung ist wichtig, damit Kinder, auch wenn sich die Schuhgröße während der Saison ändert, die Möglichkeit haben, den gleichen Ski ohne erneute Montage weiter nutzen zu können.“ 

Skilängen hängen immer von zahlreichen Faktoren ab – sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Da spielen Körpergröße und Gewicht eine Rolle, aber auch Fahrkönnen, Fitnesslevel und Skitechnik. Für Kinder gelten jedoch grob die folgenden Richtwerte:

Bei Kindern bis 115 cm sollte der Ski nicht kürzer als Brusthöhe sein. Die Kinnhöhe entspricht etwa einem Ski, mit dem jeder gut zurecht kommen sollte, Stirnlänge ist sehr sportlichen und talentierten Kindern vorbehalten.

Bei Kindern bis 135 cm liegt die Mindestlänge auf Halshöhe, für gute Fahrer sollten die Ski nicht größer als sie selbst sein (Körpergröße = Skilänge). Kinn/Nase gilt als passend für den durchschnittlichen Fahrer.

Bei Kindern bis 155 cm liegt die Untergrenze bei Hals/Kinn, die maximale Länge etwa bei der Körpergröße plus 7 cm. Nase/Stirn ist das gute Mittelmaß.

Pro Jahr kommt bei jedem Kind also etwa eine Skilänge (7 bis 10 cm) dazu. Das sollte beim Kauf berücksichtigt werden.

Die richtige Pflege

Grundsätzlich machen nur präparierte und gut gepflegte Ski am Berg Spaß. Eine gute Kante und ein regelmäßig gewachster Ski bereiten weder viel Arbeit noch große Unkosten, bringt aber einen enormen Mehrwert beim Skifahren. „Ich persönlich empfehle jedem einen Skiservice beim Fachhändler vor der Saison.“, erklärt Stankalla. „Je nach Einsatz und Skitagen dann nochmal ein bis zwei Mal während der Saison. So bleibt das Skimaterial länger einsatzfähig und die Performance am Berg ist immer optimal.“ Mehr Infos zur Skipflege bekommt ihr hier.

Weitere wichtige Fachwörter

Radius: Ergibt sich aus Länge und Sidecut

Sidecut: Zuschnitt des Skis (>Taillierung)

Taillierung: Verhältnis zwischen Schaufelbreite – Skimitte – Skiende. Häufig als Radius angegeben (kleiner Radius = großer Unterschied zwischen Schaufel/Ende und Mitte)

Torsion (Flex): Verwindung in Längsrichtung. Torsionssteife Ski haben guten Halt im Eis.

Camber: Vorspannung des Skis

Tip, Tail: Skispitze/Schaufel, Skiende

Wir hoffen, dass euch diese Erklärungen beim Kauf eures neuen Skis etwas weiterhelfen. Solltet ihr noch Fragen haben - euer Fachhändler hilft euch bestimmt gerne weiter!

 

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