Bald ist es wieder so weit – weißer Schnee, soweit das Auge reicht, bestens präparierte Pisten, unverspurte Powderhänge. Neben den passenden Ski, Schuhen und der richtigen Bekleidung spielt aber noch ein anderes Teil der Ausrüstung eine wichtige Rolle, damit beim Skifahren alles passt: eine gute Skibrille. Worauf man beim Kauf von Skibrillen achten sollte, erklären wir in diesem Artikel mit Hilfe von Daniela Eck vom Brillenhersteller Oakley .

Passform

Das wichtigste bei einer Skibrille ist eine gute Passform: Der Rahmen sollte gleichmäßig auf dem Gesicht aufliegen, sodass keine Druckstellen entstehen, außerdem sollte die Skibrille nicht auf die Nase drücken. Das beeinträchtigt mit der Zeit die Atmung und ist dadurch natürlich auf Dauer unangenehm.

Qualität

Wichtig ist natürlich auch die Qualität. Auf folgende Punkte sollte beim Brillenkauf geachtet werden:

+ UV-Schutz: Ist gerade am Berg sehr wichtig! Neben UVA, UVB und UVC Schutz sollte die Brille auch vor dem gefährlichen Blaulicht schützen.

+ Bruch- und Stoßfestigkeit der Scheiben: Bei einem Sturz können Skistöcke oder Äste schnell zur Waffe werden, darum ist es wichtig, dass die Scheibe ausreichend Schutz bietet, nicht bricht und sich auch nicht aus dem Rahmen löst.

+ Beschlagfreie Sicht: Lüftungslöcher und eine Anti-Beschlagbeschichtung sorgen für eine gute und uneingeschränkte Sicht, die für die Sicherheit ausschlaggebend ist. Die Belüftungsöffnungen sollten nicht vom Helm verdeckt werden und eine gute Durchlüftung bieten, ohne dabei zu viel Wind durchzulassen. Auch die Platzierung der "Lüftungslöcher" ist dabei wichtig.

+ Sichtfeld: Beim Skifahren spielt der richtige Überblick eine entscheidene Rolle. Skibrillen weisen zum Teil einen gravierenden Unterschied in Bezug auf das Sichtfeld auf. Hier sollte man mehrere Brillen ausprobieren, um ein Gefühl für den richtigen Durchblick zu bekommen.

Helmkompatibilität

Ein weiterer wichtiger Faktor, auf den man achten sollte, ist die Helmkompatibilität: Der Rahmen sollte in die Aussparung des Helmes passen und trotzdem gleichmäßig auf dem Gesicht aufliegen. Seitliche Strapausleger verbessern dabei die Druckverteilung, Silikonstreifen auf der Bandinnenseite verhindern das Verrutschen und sorgen für guten Halt. Im Idealfall nimmt man den Helm zum Kauf mit.

Brillenträger

Es gibt auch Skibrillen, die speziell für Brillenträger entwickelt wurden und über die Korrektionsbrille getragen werden können. Sie sind etwas größer und haben meist seitliche Aussparungen in Rahmen und Schaumstoff, damit die Brillenbügel ihren Platz finden.

Sich für die richtige Brille entscheiden

Haben es verschiedene Brillen in die Endauswahl geschafft, muss man herausfinden, welche Brille am besten passt. Dazu schüttelt man – nicht zu zaghaft – den Kopf in alle Richtungen. Dabei sollte die Skibrille nicht rutschen und auch nicht drücken. Überhaupt sollte man die Brille einige Minuten im Laden Probetragen, um mögliche Druckstellen zu identifizieren. Wer auch mal ohne Helm fährt, sollte darauf achten, dass das Kopfband („Strap“) auf unterschiedliche Längen verstellbar ist. Im Laden sollte man vor allem auf sein Gefühl achten. Ist die Skibrille hier nicht bequem, dann ist sie nicht die richtige - egal wie schön das Design sein mag.

Was für Skibrillen gibt es?

Es gibt einige Merkmale, wie sich Skibrillen voneinander unterscheiden:

+ Größe: im Endeffekt gibt es drei Größen, für große mittlere und kleine Gesichter. Wenn man die falsche Größe hat, kann es gut sein, dass die Brille rutscht oder drückt, die Sicht eingeschränkt ist oder der Rahmen zu sehr auf die Nase drückt.

+ Komfort: Neben der Rahmengröße spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle für einen dauerhaft angenehmen Tragekomfort. Die Brille sollte leicht sein, der Rahmen sollte zur Gesichtsform passen und als Gesichtsauflage einen weichen Fleece haben.

+ Scheiben: Bei den Scheiben unterscheidet man zuerst zwischen zylindrischen und sphärischen Scheiben, diese sind einfach bzw. zweifach gekrümmt. Sphärische Scheiben haben eine bessere Optik, liegen im Anschaffungspreis aber etwas höher.

+ Skibrillen mit Scheibenwechselsystemen: Mittlerweile gibt es von vielen Marken Skibrillen, bei denen man schnell und einfach die Scheibe wechseln kann. Dies empfiehlt sich, weil man die Brille so immer den gerade vorherrschenden Bedingungen anpassen kann. Nicht selten hat man morgens noch Nebel und/oder Schneefall und am Nachmittag strahlenden Sonnenschein. Jede Scheibentönung ist in Verbindung mit einer Beschichtung für bestimmte Bedingungen ideal und bietet nur dann optimale Kontraste, deutliche Konturen und somit eine optimale Sicht, die dann wiederum für Sicherheit sorgt.

Die unterschiedlichen Scheibenfarben und deren Bedeutung

Die verschiedenen Farben der Scheiben haben eine Bedeutung, sind aber von Marke zu Marke unterschiedlich, da alle eine andere Kombination aus Verspiegelung oder Polarisationsfilter verwenden. Zwar empfehlen die meisten Marken spezielle Scheiben für bestimmtes Wetter, letztendlich bleibt es jedoch eine Geschmackssache des Käufers.

Teuer, aber gut: Was ist das Besondere an Oakley-Brillen?

Brillenhersteller Oakley ist einer der Platzhirsche und häufig im oberen Preissegment zu finden. Wir fragten bei Oakley nach: Was macht die Brillen von Oakley so besonders? Daniela Eck von Oakley beschreibt es zunächst mit einem Satz: „Oakley verwendet einfach das beste Material.“ Die Scheiben sind aus Plutonite, dem optisch reinsten Material, das für die Fertigung von Gogglescheiben zum Einsatz kommt. Es ist robust und übersteht auch den härtesten Aufprall. Es blockiert die gesamte UVA-, UVB- und UVC-Strahlung und das gefährliche Blaulicht. Die Scheiben sind massegefärbt, d.h., dass selbst bei einem Kratzer immer noch derselbe Schutz besteht. Doppelt belüftete Scheiben und die F3-Antibeschlag-Technologie sorgen für eine beschlagfreie Sicht. Die Oakley High Definition Optics (HDO) Technologie sorgt für klare und verzerrfeie Sicht bis in die Randbereiche. Für einen guten Tragekomfort verbindet Oakley einen festeren Außenrahmen mit einem flexiblen Innenrahmen, der sich dem Gesicht anpasst. Ein dreilagiger Fleece-Schaumstoff, der auf der Haut aufliegt, sorgt dafür, dass man die Goggle den ganzen Tag bequem tragen kann. Die Rahmen der High-End Modelle von Oakley (Airbrake, Canopy, Splice) sind mit der O Flow Arch Technologie ausgestattet. Der flexible Skelettrahmen aus Urethan bietet durch seinen Aufbau hohen Schutz vor Verletzungen und behält auch bei niedrigen Temperaturen seine Stabilität. Der innere Rahmenteil im Nasenbereich besteht aus einem härteten Kunststoff und reduziert den Druck auf die Nase.

Pflege der Skibrille

Wenn die Scheibe innen nass ist, sollte man niemals mit einem Tuch reiben, denn dadurch zerstört man die Anti-Fog Beschichtung und die Scheibe wird blind. Besser ist es, die Brille auszuklopfen und wenn möglich im Warmen trocknen lassen. Will man direkt weiterfahren hilft ein fusselfreies Tuch (häufig die Brillentasche, in der sie transportiert wird) trocken tupfen.