Im Süden des Kantons St. Gallen liegt Toggenburg, eine Region, die von zwei Tälern gebildet wird und deren Namen auf ein altes Adelsgeschlecht zurückgeht. Für Skifahrer ist vor allem der südliche Abschluss dieser Region eine Reise wert, denn dort liegt in der Gemeinde Alt St. Johann – Wildhaus das Skigebiet der Toggenburger Bergbahnen. Mit der Autobahn von Zürich, Konstanz oder von St. Gallen kommend, liegt das Skigebiet damit weit vor der Konkurrenz aus Graubünden.

60 Pistenkilometer bis auf 2300 Meter über dem Meer

Das Skigebiet erschließt, ausgehend von den drei Parzellen Alt St. Johann, Unterwasser und Wildhaus 60 Pistenkilometer, die sich von den Talstationen (Alt St. Johann liegt auf 900 Metern über dem Meer) bis zu den beiden Gipfeln „Chäserrugg“ (2262 Meter) und „Gamserrugg“ (2076 Meter) erstrecken. Eines der absoluten Highlights des Skigebietes ist die traumhafte schweizerische Bergwelt, die sich im Skigebiet eröffnet. Auf allen Abfahrten hat man immer den Säntis im Blick, einen Berg, der weit ins Alpenvorland hinaus die Blicke auf sich zieht. Das Skigebiet ist mit vielen romantischen Berghütten überzogen und alles schaut so aus, wie man sich einen Winterurlaub in der Schweiz vorstellt. Der Panorama-Höhepunkt kommt dann aber an den beiden Bergen – dort hat man einen Weitblick hinaus ins schweizerische Mittelland, blickt steil hinunter in das Tal des Alpenrheins und hat eine fantastische Sicht auf den Alpenhauptkamm.

Auch skifahrerisch haben die Bergbahnen Toggenburg viel zu bieten: Die Pisten sind breit angelegt und vor allem oberhalb der Baumgrenze hat man immer sehr viel Platz zum weiten Schwingen. Von der Charakteristik her ist das Skigebiet für Einsteiger und leicht Fortgeschrittene bestens geeignet, da viele Pisten nicht all zu steil sind. Aber auch sehr gute Skifahrer kommen, bei entsprechenden Schneemengen, auf ihre Kosten. Denn es finden sich einige interessante Routen im Gebiet.

Die Anlagen bestehen aus modernen kuppelbaren Sesselbahnen und auch vielen Schleppliften. Uns hat der Schlepplift am Chäserrugg aufgrund der grandiosen Aussicht und der Schlepper am Gamserrugg beim Test am besten gefallen - hier kann man die Seele baumeln lassen und sich gemütlich gen Berg ziehen lassen. Ein wenig schade ist, dass es doch einige „Engstellen“ im Skigebiet gibt. So muss man nach der Auffahrt von Alt St. Johann einen kleinen Schlepplift nutzen, an dem es sich gerne einmal staut. Und auch bei der Kabinennbahn zum Chäserrugg kann es an belebten Tagen etwas dauern.

Abwechslungsreiche Angebote

Das Skigebiet wird auf den wichtigsten Hängen künstlich beschneit und so ist die notwendige Schneesicherheit gegeben. Auf der Talabfahrt von Sellamatt nach Alt St. Johann kann man mittwochs und freitags auch nachts unter Flutlicht ins Tal schwingen. Wer es etwas wilder mag, kann sich im Bereich der Bergstation der Ruestel Bahn im „Nahkampf“ auf der Crosspiste mit seinen Freunden messen. Freeski und Freeride Freunde finden außerdem einen tollen Funpark, dieser wird mit dem Freienalp Lift erschlossen.

Beeindruckend ist das Angebot, dass man neben dem Skifahren noch vorfindet: So gibt es im Tal und auch am Berg viele Loipenanlagen. Außerdem können ausgeschilderte Schneeschuhtouren und eine Vielzahl an Winterwanderwegen genutzt werden.

Meist wunderschön gelegen, bieten die vielen Hütten im Skigebiet zahlreiche Möglichkeiten zu einer typischen Schweizer Einkehr: Das gehört für die Einheimischen auch unbedingt zu einem perfekten Skitag, denn ohne „Plausch“, also ein Gespräch mit Freunden, geht es für die Eidgenossen einfach nicht. Skifahren im Toggenburg macht richtig Spaß und bietet viel Kulisse. Hier erlebt man die Schweiz so, wie man sie sich vorstellt und kann eine fantastische Bergkulisse in sich aufsaugen. Nach starken Schneefällen kommen dann auch sehr gute Skifahrer voll auf ihre Kosten. Für Anfänger und Leichtfortgeschrittene bieten die Toggenburger Bergbahnen jederzeit eine tolle Möglichkeit für einen gelungenen Skiurlaub.

Tipps:

- Kägifret ist eine Waffel mit Schokolade, die aus dem Toggenburg stammt: Der Riegel ist der ideale Energielieferant an einem harten Skitag und gehört „in seiner Heimat“ einfach dazu.

- Auf der Gamsalp kann man sich auf 1700 Meter über dem Meer einen Hot Pot einlaufen lassen – Luxus pur!

- Wer das Skigebiet kostengünstig kennenlernen will, dem sei der Freitag empfohlen: Dann gibt es nicht nur Skipass-, sondern auch spezielle Mittags- und Kaffee-Angebote.

- Statistik Fans können sich mit der Nummer auf dem Skipass auf der Homepage der Bergbahnen die gefahrenen Höhenmeter des Tages anzeigen lassen.

- Wer gerne etwas Essen möchte, dem seien die Bergrestaurants ans Herzen gelegt: wer nur Lust auf einen „Kafi“ (Kaffee) oder sonst einen Drink hat, der findet Schneebars und urige „Beizen“ im Skigebiet. In der Schweiz trinkt man den Kaffee übrigens gerne mit „Schuß“ – auch das sollte man einmal probieren!

- Wer im Skigebiet schlafen will, findet in vielen Berggasthäusern auch Übernachtungsmöglichkeiten!