Seinen Ursprung hat der Lean Air im Skateboarding, wo man mit der vorderen Hand die Heel Edge des Skatedecks zwischen den Achsen griff. Erfinder war ein Neil Blender, der für den Trick einfach seinen Vornamen rückwärts buchstabierte. Auf dem Snowboard wurde der Lean Air schließlich weiterentwickelt, so dass man an die längere Nose greift und das hintere Bein durchstreckt. Es ergibt sich eine snowboardtypische Körperspannung und der Körperschwerpunkt des Fahrers wandert hinter das Brett. Der Snowboarder neigt bzw. lehnt (engl.: to lean) sich dadurch regelrecht in die Halfpipe hinein und so wurde aus dem Lien Air der Lean Air.

1. Die Anfahrt erfolgt beliebig steil oder flach zur Wall in der Grundhaltung mit gebeugten Knien, die Arme sind vor dem Oberkörper und der Absprung an der Oberkante (Coping) der Pipe wird anvisiert.

2. Durch ein aktives Strecken der Beine drückt man sich kräftig mit Erreichen der Coping von der Frontside Kante ab. Der vordere Arm wird der Nose entgegengestreckt.

3. Mit der Flugphase wird das vordere Beine gebeugt und leicht nach hinten geschoben, um die Nose des Snowboards wieder näher an den Körper heranzubringen. Der Körperschwerpunkt wandert dabei leicht hinter das Brett, der Oberkörper bleibt jedoch noch aufrecht und das Brett zeigt mit der Base talwärts.

4. In stabiler Flugphase greifst du mit der vorderen Hand an die Fersenkante (Heel Edge) der Nose und streckst das hintere Bein (boned) gleichzeitig komplett nach unten vorne. Durch eine Neigung des Oberkörpers zum Innern der Halfpipe wird die Flugphase ausbalanciert. Mit der Körperstreckung entsteht eine Bogenspannung und der Trick kann relativ lange bis zum Erreichen des höchsten Punktes der Flugphase gehalten werden.

5. Zur Vorbereitung der Landung wird die Körperspannung aufgelöst und der Oberkörper bewegt sich durch Beugen der Beine über das Brett. Der Körperschwerpunkt befindet sich wieder zentral über dem Brett.

6. Für die Landung werden die Beine der Transition leicht entgegengestreckt und das Körpergewicht dabei zentral über dem Snowboard gehalten. Das Brett setzt meist mit dem Tail zuerst auf. Den Aufprall kann man durch Beugen der Knie abfedern und mit Erreichen des Flats wird wieder zügig die Grundstellung eingenommen, um für den nächsten Sprung rechtzeitig vorbereitet zu sein.