Felix Neureuther kann es auch im Riesenslalom: Am Samstag (11. Januar 2014) gewann der 29-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen das Weltcup-Rennen im schweizerischen Adelboden und holte damit den ersten deutschen Sieg in dieser Disziplin seit fast 41 Jahren. Zuletzt hatte Max Rieger im Jahr 1973 einen Riesenslalom-Weltcup gewonnen.

Famoser zweiter Lauf zum Sieg

Neureuther war als Siebter des ersten Durchganges in das Finale eingezogen und zündete dort den Turbo. Bei schwierigen Schneebedingungen in Adelboden gelang dem Deutschen ein fehlerfreier Lauf. Am Ende war es zwar nur die fünftbeste Laufzeit, doch alle schnelleren Fahrer aus dem ersten Lauf bissen sich an Neureuthers Zeit die Zähne aus. Marcel Hirscher (AUT) konnte seine Vorgabe ebensowenig unterbieten wie der Führende nach Durchgang 1. Thomas Fanara hatte 1,3 Sekunden Vorsprung auf Neureuther, doch am Ende leuchtete beim Franzosen nur Rang 2 auf der Anzeigetafel auf. Am Ende hatte der Deutsche mit einer Zeit von 2:34.60 Min. eine Zehntel Vorsprung auf Fanara. Für Neureuther ist es der zweite Saisonsieg in diesem Winter: Vor fünf Tagen hatte er erst den Slalom in Bormio gewonnen.

"Es ist unglaublich, ich habe im zweiten Lauf so stark gepusht, das ist wirklich verrückt, dass es zum Sieg gerreicht hat", so Neureuther nach dem Rennen. "Ich glaube es ist erst der zweite Riesenslalom-Sieg eines Deutschen überhaupt, also ein wirklich historischer Sieg für mich. Ich hätte nie geglaubt, dass ich gegen so starke Fahrer wie Ligety oder Pinturault eine Chance hätte, einen Riesenslalom zu gewinnen. Es ist einfach ein perfekter Tag für mich!" Neureuthers Teamkollegen Fritz Dopfer und Stefan Luitz landeten auf den Rängen 19 und 23. Der amerikanische Top-Favorit Ted Ligety war im zweiten Lauf ausgeschieden.