90 Jahre gibt es die österreichische Skimarke Fischer mittlerweile, zum alten Eisen gehören Skikonstrukteure aus Ried aber noch lange nicht. Die Highlights der Kollektion 2014/2015 finden sich vor allem in den Bereichen der Tourenski und der Highend-Race-Modelle.

Die vielseitige Tourenski-Kollektion von Fischer wird 2014/2015 aufgestockt und mit zwei interessanten Technologien völlig neu beeinflusst. Aeroshape und Air Tec sollen das Gewicht der Tourenski minimieren. Hinter Aeroshape steckt eine konvexe Oberflächenstruktur auf der Oberseite der Ski. An den Seiten wird deutlich Material gespart, die Masse und der Schwerpunkt des Skis konzentrieren sich auf die Mitte um die Längsachse. Auch das Umkanten soll durch die Skioberflächengestaltung erleichtert werden. Aeroshape sorgt zudem dank der stromlinienförmigen Form für weniger Schneewiderstand im Aufstieg und soll kraftsparender zu nutzen sein.

Die zweite Technologie, die zum Teil auch im Tourensegment Anwendung findet, ist Air Tec. Durch eine versetzte Fräsung des Holzkerns wird dieser um 25% leichter, ohne laut Fischer an Torsionssteifigkeit zu verlieren. Der Air Tec Holzkern kommt aus dem nordischen Bereich und wird nun vor allem auch im All Mountain Sektor verwendet. Neben der Fräsung fallen unter den Begriff Air Tec bei Fischer auch eine gefräste, doppelte Titanalbegurtung, die bei den All Mountain Modellen Anwendung findetund, und Titanal im Bindungsbereich bei den Freeride-Modellen. Hierdurch wird vor allem die Stabilität und Ausreißfestigkeit der Bindung gestärkt.

Das umfangreiche Tourensegment von Fischer wird im Winter 2014/2015 acht Modelle umfassen, für die es natürlich auch passende Felle gibt: Transalp 80, Alpattack (99-65-81; 650g bei 161cm Länge), Hannibal 100, Hannibal 94, Transalp 88, das Damenmodell Transalp Gerlinde Kaltenbrunner 88, Alproute 82 und Alproute 78.

Race Booster

Spannend war bei Fischer auf der ISPO auch die Vorstellung der neuen Bindungsplatte Race Booster, die 2014/2015 auf dem RC4 Worldcup GS Ski montiert wird. Die Rennplatte soll für eine bessere Kraftübertragung und einen stärkeren Flex sorgen: Anstelle einer starren Platte führt eine flexible, dreiteilige Bauweise schneller zu der maximalen Durchbiegung des Skis und somit zu einer schnelleren und kürzeren Schwungeinleitung sowie Kraftkonzentration. Ein durchaus spannendes System, das Fischer da präsentiert, man darf gespannt sein, wie das Feedback in ersten Skitests ausfallen wird. Ein Bild von der Bindungsplatte findet ihr unten in der Bilderserie, genauso Bilder von ispo-Stand von Fischer, auf dem erstmals die neuen Modelle präsentiert wurden.