Auf der ISPO in München zeigte die Skiindustrie zum Ende des letzten Winters, was im Bereich der Bretter derzeit möglich ist - und was 2014/15 im Handel stehen wird. Wir führen euch durch die allgemeinen Trends und zeigen euch hier die Highlights der einzelnen Marken.

Trend 1: Freeride- und Tourenski boomen weiter - leicht ist Trumpf
Fast alle Skifirmen suchen ihren Weg zum besten Freeride- und Tourenski. Die Kollektionen werden erweitert und erneuert, immer auf der Suche nach weniger Gewicht und mehr Fahrstabilität - idealerweise im gleichen Modell. Wie das geht: Leichtere Kerne, Aussparungen durch Ausfräsungen, die nicht zu Lasten der Stabilität und Laufruhe gehen. Auch neue Materialien werden verbaut, um diesen Spagat zwischen Performance bei der Abfahrt und wenig Gewicht für den Aufstieg zu ermöglichen.

Trend 2: Geometrie - 5-Punkte für die beste Performance
Der Aufbau der Ski der neuen Saison verändert sich bei vielen Marken. Tip und Tail, also Skispitze und Skiende werden angepasst, um neuen Geometrien zu entsprechen. Die breiteste Stelle des Skis (der Taper) rückt dabei näher zur Mitte. Verändert wird auch das Verhältnis von Rocker und Camber - mit verschiedenen Zielen: möglichst viel Auftrieb im Tiefschnee, zudem möglichst leichte Kurveneinleitung, dabei aber auch noch möglichst viel Stabilität und Performance auch auf härteren Unterlagen.

Trend 3: Darf's ein bischen breiter sein?
Viele Skihersteller versuchen, sich sowohl den Bedürfnissen des europäischen als auch des nordamerikanischen Marktes anzupassen. Und dort ist man gerne mit größeren Mittelbreiten unterwegs - daher haben viele Serien auch breitere Brüder bekommen. Tourenski mit fast 100 mm unter der Bindung? 136er Freeski Latten? Gar kein Problem. Steht ihr auf wirklich fette Powderski, dann dürfte die kommende Saison ein paar Highlights für euch bereit halten ...

Trend 4: Feinabstimmung im All Mountain Ski-Sektor
Eine ganz wichtige Kategorie bleiben die All-Mountain Ski, zumeist mit 80-85 mm Mittelbreite. Alle Hersteller setzen hier auf bewährte Strategien: Rocker, geringes Gewicht, hohe Fahrkontrolle, unterstützende Materialien für Leichtholzkerne. Zumeist sind die Alleskönner unter den Ski technologische Wunderwerke mit immer weiter ausgetüftelten Details und ausgefeilten Shapes. Der Konkurrenzkampf wird hier auch in diesem Jahr wieder größer.

Trend 5: On-Piste ist nicht tot ...
Zwar stehen Race- und Performance Ski nicht überall im Fokus, aber sie sind und bleiben wichtig. Viele, aber nicht alle großen Marken setzen dabei auf gerockerte Racer, Blizzard hat z.B. seinem GS Racer wieder als reinen Vorspannungs-Ski gebaut. Race-Innovationen zeigten auch Rossignol und Atomic.

In den folgenden Reviews zeigen wir euch die Highlights der einzelnen Marken. Viel Spaß!