Ob die Erbauer der ägyptischen Pyramiden hier inspiriert worden sind? Stolz thront der höchste Gipfel der Adula Kette über dem ältesten Passdorf Graubündens. Eine Region der Superlative steht hier scheu am Eingangstor zu Italien. Die sonnengebräunten Walserhäuser und die stolzen, vom Dolce Vita inspirierten Steinhäuser geben dem Ortsbild seinen pittoresken Charme. Kein Wunder, waren von dieser Region am Hinterrhein bereits Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe oder Albert Einstein tief beeindruckt.


Hotel mit Historie

Unser Hotel, das Bodenhaus wurde 1722 erbaut und als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten Saumpfade ausgebaut wurden, wurde aus dem Bodenhaus ein Gasthaus. Seit 1828 wurden weitblickend Gästebücher geführt. Es finden sich darin so berühmte Namen wie Friedrich Nietzsche, William Turner, Prinz Louis Napoléon Bonaparte und Wilhelm Conrad Röntgen.

Nach einer erholsamen Nacht lösen wir eine Tourenkarte für 22 Franken und nehmen um 8:30 Uhr die erste Gondel zur Tanatzhöhi, fahren dann kurz ab zum Sessellift Bodmasstafel und beginnen oben angelangt am Punkt 2215m das Auffellen. Zuerst geht es östlich um den Alpetlistock herum und anschließend zum Sattel zwischen Piz Tamborello und dem Lattenhorn.


Die letzten Meter sind steil und ausgesetzt
Die Route führt nun weiter südlich um das Lattenhorn herum und danach immer südlich des Grates zu einem kleinen Sattel östlich von P. 3096 (einem Vorgipfel des Pizzo Tambo). Dort ist Skidepot angesagt. Die letzten 250 m sind ziemlich steil und ausgesetzt, an den exponierten Stellen hat es Bohrhaken für Seilgänger. Wir bouldern uns jedoch seilfrei mit Steigeisen und Pickel durch verblasenen Schnee und Felsblöcke und queren ausgesetzt kurz vor dem Gipfel auf die Südseite des Grates, um nach vier Stunden und „nur“ 1070 Höhenmetern endlich oben zu stehen!

 

Die Fernsicht ist phänomenal, sicher 300 km, oben sieht man einfach alles was Rang und Namen hat, warum sollte es oben auch anders als unten sein? Nun haben wir 1830 m Abfahrt vor uns und Fräulein Smillas Gespür für Schnee würde uns bei diesen vielen Schneevarianten zwischen Zement und geschlagener Sahne sicher helfen. Aber mit brennenden Oberschenkeln kommen wir rechtzeitig zum Zvieri wieder an.

Die Tour im Überblick:
Höhenunterschied: 1070 m Aufstieg, 1830 Abstieg

Hangrichtung: E, N

Aufstiegszeit: 4 Std.

Schwierigkeit: ZS-S je nach Verhältnissen

Stützpunkt: Hotel Bodenhaus, www.hotel-bodenhaus.ch,

Bodenplatz, CH-7435 Splügen

Telefon: 081 650 90 90 Fax: 081 650 90 99 E-Mail: info@hotel-bodenhaus.ch

Material: Alpine Ausrüstung erforderlich