Fischer hat sich für die neue Skisaison 2014/2015 eine neue Technologie einfallen lassen: Race Booster nennen die Österreicher ihre spezielle Bindungsplatte, die unter anderem auch auf dem neuen Worldcup RC4 Pro Anwendung findet. Wir haben den Raceski auf einer Tour ins Alpbachtal schon vor dem Verkaufsstart unter die Lupe nehmen können. Hier lest ihr unseren Testbericht.

Herstellerbeschreibung

Als Antwort auf die Regelung der FIS bezüglich langer Skiradien (35 m) hat Fischer Sports eine Lösung gesucht, um das Kurvenfahren über eine spezielle Platte zu verbessern und zu vereinfachen. Die Rennplatte spielt im Schwung eine zentrale Rolle. Sie sorgt dafür, dass die Kraft des Fahrers dort ankommt, wo sie hin muss: in der Skimitte. Genau hier setzt Fischer an und revolutioniert mit dem RACE BOOSTER die Kraftübertragung! Das Zauberwort lautet: schnellerer und verstärkter Flex! Erreicht wird dieser über eine völlig neu konstruierte Rennplatte. Anstelle einer starren Konstruktion führt die flexible, dreiteilige Bauweise zu einer maximalen Skidurchbiegung in der Skimitte und damit zu einer bislang nicht für möglich gehaltenen Kraftkonzentration für eine schnellere Schwungeinleitung und einen kürzeren Schwung. Die Beschleunigung aus dem Schwung ist dank punktueller Kraftübertragung enorm -> RACE BOOSTER. Durch den vom RACE BOOSTER verstärkten Flex des Skis wird es trotz FIS-Reglement und langen Skiradien möglich, schnellere und kürzere Schwungradien im GS zu fahren.

UVP: 849,95€

Das sagt die Skiinfo-Redaktion

"Was für eine Maschine!" Unsere Testcrew war vom Fischer Worldcup RC4 PRO Race Booster so beeindruckt, dass sich der ein oder andere Jauchzer beim Highspeed-Carven nicht unterdrücken ließ. Während wir am ersten Tag zwei Allmountain-Ski testeten und durchaus angetan von deren Performance waren, legte Tag zwei nochmal eine Schippe drauf. Rauf auf den Berg, die schweren (3670g pro Ski inkl. Bindung) 180cm-Latten unter die Füße geschnallt und ab dann ist es nur noch Fahrspaß pur. Wie auf Schienen treibt der Worldcup RC4 von einer Kurve in die nächste und bietet dabei einen tollen Kantengriff. Am meisten beeindruckt aber der extrem starke Rebound, den man sonst nur von Slalom-Carvern und nicht unbedingt von RS-Carvern kennt – hier merkt man die Funktion der Race Booster Platte, die erstens engere Radien ermöglicht, zweitens die volle Power auf den Ski bringt und drittens den Fahrer regelrecht in den nächsten Carvingschwung katapultiert. Das liegt an der flexiblen, dreiteiligen Bauweise der Bindungsplatte, die eine schnellere und kürzere Schwungeinleitung sowie eine Kraftkonzentration ermöglicht - wir waren beeindruckt.

Sehr positiv bewerteten unsere Testfahrer die Laufruhe des Worldcup RC4 PRO Race Booster bei langen Schwüngen. "Ein Ski für Pistensäue, für Schnellfahrer, für Hardcore-Carver, die harte Piste lieben!" Wer also seine Schwünge gern wie auf Schienen bis ins Tal zieht, dem sei dieser Ski ans Herz gelegt. Er zeigt allerdings - wie bei Riesenslalom-Ski üblich - eine klare Tendenz zu langen Schwüngen. Bei Kurzschwüngen bedarf es etwas Kraftaufwand, aber auch hier lassen sich die Fischer-Racecarver gut beherrschen und bieten Fahrspaß. Es sollte aber klar sein, dass der Ski insgesamt vor allem etwas für Könner ist, die mit dem Rebound umgehen können und die Geschwindigkeit, nach der dieser Ski lechzt, unter Kontrolle haben.

Fazit: Ihr seid auf der Suche nach einem neuen Carving-Ski, steht auf viel Rebound, eine gute Rückmeldung des Skis, Action und Carving pur? Der Fischer RC sollte in euren Kaufüberlegungen für den Winter 2014/2015 definitiv eine Rolle spielen! Einziges Manko: Der Preis von 849 Euro Preisempfehlung des Herstellers ist alles andere als ein Pappenstiel.

Racebooster Video: