Queenstown ist nicht nur Neuseelands Ski Town Nummer eins sondern auch Touristenhauptstadt der Südinsel, mit gepflegter Promenade am Lake Wakatipu, großzügigen Parkanlagen und einer Menge teurer Läden in denen fast ausschließlich Japaner viel Geld für Souvenirs ausgeben. Schon in den 30er Jahren riskierten Skipioniere die ersten Abfahrten auf den umliegenden Bergen. Ein Erfinder namens Bill Hamilton setzte 1947 einen Skilift auf den Coronet Peak, der damit zum ersten Skigebiet der Südinsel Neuseelands avancierte. Ein Shuttlebus verbindet Queenstown mit dem 18 Kilometer entfernten Skigelände am Coronet Peak. In der Lodge am Fuß der Pisten gibt es auch einen Verleih für Skibekleidung, es soll nämlich immer wieder Skifans aus Übersee nach Queenstown verschlagen, die gar nicht wissen, dass man dort von Juni bis Oktober Skifahren kann.

Auf der gut zwei Kilometer weiten Südflanke des Coronet Peak stellt sich kein Baum und kein Fels in den Weg. So orientieren sich Experten auch nicht an markierten Routen sondern nutzen den Berg als einen grenzenlosen weißen Spielplatz. Coronet Peak bietet mehr Abwechslung als manches weitaus größere Skigebiet. Das liegt an der Unzahl von Rinnen, Furchen und Couloirs, die das Gesicht des Berges wie das eines chinesischen Faltenhundes durchziehen.

Ganz anders der Charakter von Queenstowns zweitem Skigebiet, den Remarkables. Die liegen auf der gegenüberliegenden Talseite und zeigen Queenstown ihre schroffen Westwände. Hinter denen verbergen sich drei weitläufige, sonnige Mulden mit vorwiegend sanften Schneeautobahnen, aber auch 15 rabenschwarzen "Chutes" im Shadow Basin. Das Panorama von der Bergstation des Shadow-Basin-Liftes sucht in der Skiwelt seinesgleichen. Vom wechtenüberzogenen Grat fällt der Blick wie von einer erhabenen Kanzel auf die tiefblauen Fluten des Lake Wakatipu, auf grüne Wälder und Felder, die kontrastiert werden vom glitzernden Weiß der am Horizont Spalier stehenden Gipfelschar der Südalpen. Der hier startende Homeward Run endet erst nach 455 Höhenmetern an der Zufahrtsstraße. Mit einem Shuttle geht es zurück zu den Liften. Zur Saison 2014 erschließt ein neuer Sechsersessel zusätzliche Pisten im Curvey Basin.

Skigebiet: Coronet Peak: 1187-1615 m, 8 Lifte, 29 km Pisten, 20% beschneit; Remarkables: 1586-1943 m, 7 Lifte, 25 km Pisten,

Unterkunft: Haka Lodge Queenstown, Backpacker-Unterkunft, die neben Schlafsälen auch Doppelzimmer bietet, die immerhin Flachbild-TV und kostenloses WLAN haben, ab 26 Euro pro Person.

Restaurant-Tipp: Das Lone Star Café in der 14 Brecon Street bietet Bar Food vom feinsten (und in großen Portionen) lebendige Atmosphäre und freundlichen Service, Tel. +64 3-442 9995, www.lonestar.co.nz

Guides: Die Snowsports School bietet Privatstunden ab 100 NZ-Dollar pro Stunde, Tel. +64 3 442 4682 oder privates@coronetpeak.co.nz, direkt von Queenstown heben die Helikopter von Harris Mountains Heli-Ski ab, drei Runs kosten ab 875 NZ-Dollar, sieben Runs 1125 NZ-Dollar, Tel. +64 3 442 6722, hmh@heliski.co.nz

Schnee: Saison vom 7. Juni bis Oktober, 215 Schneekanonen am Coronet Peak, 86 in The Remarkables

Info: www.nzski.com